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Gold-Duo lässt Olympia-Teilnahme in Peking 2022 offen

30.11.2018 11:55
Eiskunstlauf-Paar Aljona Savchenko und Bruno Massot wann 2018 Olympia-Gold
© getty, Harry How
Eiskunstlauf-Paar Aljona Savchenko und Bruno Massot wann 2018 Olympia-Gold

Im ersten Winter nach ihrer olympischen Goldkür denken Aljona Savchenko und Bruno Massot (noch) nicht an eine Rückkehr in den Wettbewerb. Stattdessen touren die beiden mit Holiday on Ice - und genießen es in vollen Zügen.

Neulich war Aljona Savchenko ein paar Tage in Peking. "Dort hängen schon überall die Plakate der Winterspiele 2022", sagte sie und lächelte ein bisschen: "Da kann man gar nicht anders, als an Olympia zu denken." Ob Savchenko und ihr kongenialer Partner Bruno Massot sich dann tatsächlich noch einmal der Konkurrenz auf dem Eis stellen werden, ließen die Paarlauf-Olympiasieger bei ihrer Holiday on Ice-Premiere in Grefrath allerdings offen.

In der laufenden Saison, so viel ist sicher, werden Savchenko/Massot keine nationalen oder internationalen Wettbewerbe bestreiten. "Wir genießen jetzt das, was uns diese Goldmedaille gegeben hat, in vollen Zügen", sagte Massot dem "SID". Bei Aljona und Bruno ist erstmal "Showtime" angesagt. Im wahrsten Sinne des Wortes übrigens, denn das neue Programm der weltberühmten Revue Holiday on Ice trägt genau diesen Namen.

Eiskunstlauf-Duo tourt mit Olympia-Kür

Insgesamt 15-mal werden die Olympiasieger, die bei der Show ein neues Programm sowie eine Kurzversion ihrer faszinierenden Gold-Kür "La Terre vue du Ciel" zeigen, in den kommenden drei Monaten auf das Eis gehen.

"Es ist wunderbar, ohne den Druck der Preisrichter zu laufen", sagte Savchenko dem "SID": "Wir können unsere Kreativität ausleben und müssen nicht auf korrekte Linienführung und vorgeschriebene Elemente achten. Das ist es doch, was unseren Sport ausmacht."

Und deshalb wollen sie jetzt auch überhaupt nicht daran denken, ob und wann sie in den Wettkampf zurückkehren. Unter Druck setzen lassen sich Savchenko/Massot nicht, fast ein wenig pikiert reagiert Aljona auf eine entsprechende Frage. "Wir sind freie Menschen und tun, was wir wollen", sagte sie: "Es liegt ausschließlich an uns, und wenn wir das Gefühl haben, dass wir das wieder wollen, werden wir es tun. Ansonsten eben nicht. Wir lassen uns nichts vorschreiben."

Fraglich ist, ob und wie lange ihr Arbeitgeber stillhält. Aljona Savchenko, die im Januar 35 Jahre alt wird, ist Angehörige der Bundeswehr, und die lässt eigentlich nur ein Sabbatjahr zu. Vielleicht wird sie aber auch direkt in den Trainerberuf wechseln, obwohl der erste Versuch nicht geglückt ist. Den US-Meistern Alexa Scimeca-Knierim und Chris Knierim waren die Trainingsdisziplin und die Härte der Chefin offenbar schon nach fünf Monaten zuviel.

Aljona Savchenko als Eiskunstlauf-Trainerin?

Dennoch sehen Savchenko/Massot ihre Zukunft im Trainerberuf. Bruno Massot der im Januar 30 wird, arbeitet bereits mit dem Schweizer Verband zusammen und betreut außerdem das österreichische Paar Miriam Ziegler und Severin Kiefer. Seit ein paar Wochen hat der gebürtige Franzose auch noch ganz andere Verpflichtungen, Anfang Oktober brachte seine Ehefrau Sophie Söhnchen Louka zur Welt. Seitdem hat Massot auf seinem linken Oberarm ein großes "L" tätowiert, der rechte Arm bleibt den olympischen Ringen vorbehalten.

Weihnachten wird für die beiden in diesem Jahr wegen ihrer Show-Verpflichtungen ein kurzes Fest. Aljona hat für zwei Tage ihre Eltern aus der Ukraine in Oberstdorf zu Gast, Bruno verbringt lediglich einen Tag mit der Familie in Frankreich, bevor es wieder auf das Eis geht. Gestresst oder gar genervt sind die Olympiasieger deshalb nicht - schließlich geht es nicht um Punkte oder Medaillen.

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