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Tennis-Star auf dem Weg nach ganz oben

Alexander Zverev zum Sportler des Monats gekürt

04.12.2018 11:04
Alexander Zverev siegte bei der inoffiziellen Tennis-WM in London
Alexander Zverev siegte bei der inoffiziellen Tennis-WM in London

Tennisprofi Alexander Zverev hat Sportgeschichte geschrieben. Als erster deutscher Spieler seit Boris Becker vor 23 Jahren gewann der Hamburger die ATP World Tour Finals, die als inoffizielle Weltmeisterschaft gelten. Ganz klar: Für sport.de ist Tennis-Gigant Zverev der Sportler des Monats November. 

Der Weg zum größten Triumph seiner bisherigen Karriere hätte dabei nicht schwieriger sein können. Nach knapp überstandener Gruppenphase beim großen Finals-Turnier in London schlug der 21-Jährige innerhalb von knapp 24 Stunden erst Roger Federer (7:5, 7:6), um dann im großen Endspiel gegen den Weltranglistenersten Novak Djokovic ebenfalls in zwei Sätzen (6:4, 6:3) zu triumphieren.

Elf Titelgewinne teilen Federer und Djokovic bisher beim Finals-Turnier unter sich auf. Vor allem Novak Djokovic spielte mit seinen Triumphen bei den Grand-Slam-Turnieren von Wimbledon und New York bis dahin ein fantastisches Jahr.

Doch beim Hartplatzturnier in der Londoner O2-Arena war der 23-jährige Deutsche nicht mehr zu schlagen. Vor allem im Endspiel gegen den 14-fachen Grand-Slam-Sieger Djokovic mit enorm präzisem, laufintensivem und geduldigem Spiel von der Grundlinie. 

Extrem starkes Grundlinienspiel gegen Djokovic und Federer

Selbst der sonst so defensivstarke Djoker hatte an diesem 18. November in den langen Rallyes gegen Zverev zumeist das Nachsehen. Gegen den an Nummer 1 gesetzten Serben zeigte sich Zverev extrem zielstrebig, zeigte vom ersten Aufschlagspiel die notwendige Körpersprache und Entschlossenheit. Im gesamten Match ließ Zverev nur einen einzigen Breakball zu, servierte ansonsten hochprozentig und fand auch über den zweiten Aufschlag gut ins Spiel. 

In knapp 80 Minuten hatte die deutsche Nummer eins die Partie entschieden und sich den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere gesichert. "Ich bin unglaublich glücklich damit, wie es für mich gelaufen ist. Das Jahr hätte nicht besser für mich enden können", meinte ein vollkommen aufgelöster Zverev nach dem Triumph beim wichtigsten Turnier des Jahres nach den Grand-Slams. 

Djokovic: "Habe mich sehr für ihn gefreut"

Dem geschlagene Weltranglistenerste Djokovic blieb an diesem Sonntagabend in London nur die Rolle des ersten Gratulanten. Einmal mehr zeigte sich der fünfmalige Finals-Gewinner dabei als fairer Verlierer: "Ich habe mich wirklich sehr für ihn gefreut, wir haben ein sehr gutes Verhältnis zueinander. Wir gehen auf und abseits des Platzes sehr respektvoll miteinander um, deswegen freut es mich sehr für ihn", sprach Djokovic in den höchsten Tönen über Alexander Zverev, der auf der Tour von allen nur "Sascha" genannt wird. 

Für die kommenden Jahre erwartet der 31-Jährige weitere Großtaten vom zehn Jahre jüngeren Zverev: "Er hat auf jeden Fall die Qualität, auch ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen. Ohne Zweifel, wird er künftig bei jedem großen Turnier zu den Favoriten gehören."

Zverev: "Habe noch eine Menge zu verbessern"

Für Zverev selbst war es der krönende Abschluss seines bisher besten Jahres auf der ATP-Tour. Er beendete die Saison als Vierter der Weltrangliste, höher hat er zu diesem Zeitpunkt noch nie gestanden. 2018 feierte er vier Turniersiege. Neben dem Finals-Sieg ragt hier vor allem der Sieg in Madrid gegen Sandplatz-Spezialist Dominic Thiem vom Mai diesen Jahres heraus. 

Für die kommende Saison, die in den kommenden Wochen mit der intensiven Vorbereitung ihren Anfang finden wird, hat sich Zverev bereits die nächsten großen Ziele gesteckt: "Sie [Djokovic und Federer] sind immer noch die Jungs, die es bei den großen Turnieren zu schlagen gilt. Ich werde aber alles geben, um besser zu werden und mich mit ihnen messen zu können. Ich habe noch eine Menge Dinge zu verbessern und ich hoffe, ich werde im nächsten Jahr ein noch besseres Tennis spielen können als in diesem Jahr."

Große Ziele für einen Mann, der in diesem Jahr bereits Großes geleistet hat. 

Mats-Yannick Roth

Alle weiteren sport.de-Sportler des Monats:

Sportler des Monats Oktober 2018: Ironman-Weltmeister Patrick Lange
Sportler des Monats August 2018: Zehnkampf-König Arthur Abele
Sportler des Monats Juli 2018: Wimbledon-Siegerin Angelique Kerber
Sportler des Monats Juni 2018: Tennis-Fighterin Tatjana Maria

Sportler des Monats Mai 2018: Frankfurts Pokal-Held Ante Rebic
Sportler des Monats April 2018: Darts-Aufsteiger Max Hopp

Sportler des Monats März 2018: Eiskönigin Aljona Savchenko
Sportler des Monats Februar 2018: Kombinierer-Superstar Eric Frenzel

Sportler des Monats Januar 2018: Tennis-Star Angelique Kerber
Sportler des Monats Dezember 2017: Skisprung-Weltcupsieger Richard Freitag
Sportler des Monats November 2017: Tischtennis-Titelsammler Dimitrij Ovtcharov
Sportler des Monats Oktober 2017: Turn-Weltmeisterin Pauline Schäfer

Sportler des Monats September 2017: Nationalstürmer Timo Werner
Sportler des Monats August 2017: Speer-Weltmeister Johannes Vetter
Sportler des Monats Juli 2017: Sprinterkönig Marcel Kittel

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