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U21 nach "klasse Jahr" schon heiß auf die EM

20.11.2018 12:01
Luca Waldschmidt zeigte eine starke Partie
Luca Waldschmidt zeigte eine starke Partie

22:2 Tore, keine Niederlage: Für die deutsche U21 kann die EM in Italien nach einem starken Jahr kommen. Das gilt allen voran für Luca Waldschmidt.

Strömender Regen, nur fünf Grad: Zumindest das italienische Wetter ließ bei der deutschen U21 noch keine Vorfreude auf die EM 2019 an gleicher Stelle aufkommen. "Zum Glück wird das nächstes Jahr im Sommer besser", sagte Doppel-Torschütze Luca Waldschmidt nach dem 2:1 (0:1)-Sieg im letzten Länderspiel des Jahres, mit dem das Team von DFB-Trainer Stefan Kuntz einmal mehr seine Topform unter Beweis gestellt hatte.

Denn sportlich ließ der Vorgeschmack auf die EM im Juni bei Kuntz und Co. durchaus das Wasser im Mund zusammenlaufen. Den U21-Rekordeuropameister auswärts besiegt, ein Kalenderjahr erst zum dritten Mal seit der Wiedervereinigung ohne Niederlage abgeschlossen, dazu die überragende Tordifferenz von 22:2 - der Titelverteidiger liegt vor dem wichtigen EM-Jahr 2019 voll auf Kurs.

"Das war ein klasse Jahr, ein richtig klasse Jahr für die U21. Das macht einen als Coach stolz", sagte Kuntz nach der temporeichen Begegnung in Reggio Emilia bei "DFB-TV".

Sieben Siege aus acht Spielen gab es zu feiern, einzig das 0:0 im Kosovo verhinderte eine blütenweiße Bilanz. "Wir haben viel Lust auf die EM nächstes Jahr. Wir sind sehr heiß darauf", sagte auch Mahmoud Dahoud von Borussia Dortmund, seinen Arm hatte er dabei um Matchwinner Waldschmidt gelegt.

Waldschmidt: Italien? "Die waren eklig"

Denn der Freiburger war der eigentliche Mann des Abends. Waldschmidt erzielte zunächst per Handelfmeter den Ausgleich (43.), ehe er kurz nach der Pause (48.) mit einem Linksschuss nachlegte. Doppel-Torschütze gegen Italien? "Das hört sich gut an", sagte der 22-Jährige und meinte stolz: "Es ist nicht so einfach in Italien, die waren eklig. Es spricht für uns als Team, dass wir nach dem Rückstand zusammengehalten und das noch gedreht haben."

Kein Wunder also, dass die EM im Juni bereits durch die Köpfe spukt, zumal dort vier Tickets für Olympia 2020 in Tokio vergeben werden. "Die Statistik des Jahres 2018 ist super, aber nun müssen wir in unseren Vereinen weiter Gas geben und dann im kommenden Jahr so weiter machen", sagte Kapitän Lukas Klostermann von RB Leipzig, der schon beim Gewinn der Silbermedaille 2016 in Rio dabei gewesen war.

Zunächst aber richtet die U21 ihren Blick noch einmal nach Italien. Am Freitag (18:00 Uhr) werden in Bologna die Gruppen der EM 2019 ausgelost. Deutschland wird als Kopf der Gruppe B oder C gesetzt sein, da das DFB-Team den besten Koeffizienten aller Teilnehmer aufweist. "Ich bin gespannt, wir haben noch viel vor", sagte Kuntz.

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