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Vor Standortbestimmung gegen Italien

Deutsche U21 will Länderspieljahr ungeschlagen beenden

18.11.2018 10:48
Stefan Kuntz (r.) im Gespräch mit Suat Serdar
© getty, Matthias Hangst
Stefan Kuntz (r.) im Gespräch mit Suat Serdar

U21-Trainer Stefan Kuntz ist voll im EM-Modus. Schon sieben Monate vor Turnierbeginn richtet der Europameister von 1996 alles auf die angestrebte erfolgreiche Titelverteidigung aus.

Im ersten Härtetest gegen die Niederlande (3:0) wurde ein erster Schritt gemacht. Am Montag könnte die deutsche U21 in Italien das Länderspieljahr ungeschlagen abschließen. Von dieser Bilanz kann Bundestrainer Joachim Löw derzeit nur träumen.

"Ich setzte mich jetzt nicht hier hin und gebe dem Jogi irgendwelche Tipps", sagte Kuntz. In Reggio nell'Emilia lernen die DFB-Junioren bereits einen Spielort der EM-Endrunde in Italien und San Marino (16. bis 30. Juni) kennen.

Während Löw ein rundum enttäuschendes Jahr erlebt hat, könnte Kuntz gegen die Squadra Azzurra mit dem sechsten Sieg in Serie eine neue Bestmarke während seiner Amtszeit als Cheftrainer der U21 aufstellen.

Der ehemalige Stürmer erwartet im Norden Italiens "das schwerste Spiel" des Jahres. Schalkes Alexander Nübel wird dafür wieder in das Tor zurückkehren. Nebenbei bastelt der ehemalige Stürmer bereits an seinem EM-Kader und formt dafür die Spieler in hochkarätigen Testspielen.

Jogi Löw entscheidet, wem eine Turniererfahrung noch gut tun würde

"Wir verfolgen diesen Dreitagesrhythmus, wie es bei der EM auch läuft. Was die Vorbereitung auf das Spiel anbelangt, war das relativ eng an einem EM-Spiel", sagte Kuntz nach dem verdienten Erfolg gegen Jong Oranje am Freitag.

Ein entscheidendes Wort redet in der Kaderplanung aber auch Löw mit. "Jogi Löw wird entscheiden, welchem Spieler eine Turniererfahrung als Führungsspieler oder Kapitän noch gut tun würde. Das im Hinblick natürlich auf die EM 2020", sagte Kuntz.

Einige Spieler schweben zwischen den beiden Teams. "Das waren die ganze Zeit Jonathan Tah, Kai Havertz, Thilo Kehrer", erklärte der U21-Chefcoach. Alle drei sind nun gerade dabei, sich im A-Team festzuspielen. Wie schwierig das ist, weiß Kuntz genau: "Wenn man überlegt, wer im EM-Finale 2017 in Polen in der Startelf stand, hat sich bisher nur Serge Gnabry bis ganz oben durchgespielt."

Für 2019 hat Kuntz bereits die nächsten Härtetests geplant. Die deutsche U21 startet am 26. März in England ins neue Jahr. "Eventuell gibt es dann noch ein Spiel gegen Frankreich, also auch wieder zwei Hochkaräter. Das hängt aber natürlich davon ab, wie die Auslosung aussieht." Die findet am 23. November in Bologna statt.

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