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Drama um Neuville in Australien - Ogier vor WM-Titel

16.11.2018 09:17
Rallye-WM schon verloren? Thierry Neuville krachte am Freitag in einen Heuballen
Rallye-WM schon verloren? Thierry Neuville krachte am Freitag in einen Heuballen

Schon am ersten Tag der Rallye Australien 2018 erlebte der Titelkampf in der Rallye-Weltmeisterschaft sein erstes Drama.

Thierry Neuville (Hyundai; 10.) verlor auf der letzten "echten" Prüfung des Tages (Sherwood 2) 40 Sekunden auf seinen Titelrivalen Sébastien Ogier (M-Sport-Ford; 7.). Er hatte sich in einer Heuballen-Schikane verbremst und sich in der Folge bei einem Sprung einen Reifenschaden eingefangen.

Für den Hyundai-Piloten ist das eine ganz bittere Pille. Denn nicht nur hat er nach dem ersten Tag, an dem er aufgrund der Startreihenfolge ("Road Position") eigentlich gegenüber Ogier einen Vorteil hätte haben sollen, einen großen Rückstand auf seinen Rivalen.

Er muss nun auch noch als einer der ersten auf die Strecke, was seine Aufholjagd extrem erschweren wird.

Auch Sébastien Ogier mit Problemen

Sébastien Ogier litt wie erwartet unter seiner Road Position und durfte "Straßenfeger" spielen. Doch Position zwei war nicht viel besser und so gewann Neuville am Vormittag nur 8,4 Sekunden auf seinen Rivalen. Beide fanden sich am unteren Ende der Top 10 wieder, so sehr litten sie unter ihrer Startposition, denn der Regen blieb aus. Auch am Nachmittag wurde es für Ogier nicht besser, weil die kleinen Fahrzeuge bei der ersten Durchfahrt den Sand wieder auf die Ideallinie geschaufelt hatten.

Ogier wäre wohl bedient gewesen, hätte er nicht die für ihn gute Nachricht bekommen, dass Neuville wieder einmal die Nerven verloren hat.

"Ich habe gepusht wie ein Irrer, aber der Nachmittag war noch schlimmer als der Vormittag", rekapituliert Ogier, der nun auf Kurs zum sechsten WM-Titel liegt. Seine Teamkollegen Elfyn Evans und Teemu Suninen machten zum Schluss des Tages langsam, um ihn auf Platz sieben nach vorne zu bringen, was ihm eine bessere Road Position für den Samstag garantiert (sollte es trocken bleiben).

Citroen-Doppelspitze nach erstem Tag

Spitzenreiter nach dem ersten Tag ist Mads Östberg (Citroen), der von den Topfahrzeugen als Letzter in die Spur gegangen ist. Der Norweger musste in Spanien sein Cockpit für Sébastien Loeb räumen. Bei seiner Rückkehr führt er nun mit 6,8 Sekunden Vorsprung vor Teamkollege Craig Breen, der am Vormittag noch mit einem Wildunfall und einer angeknacksten Bremsscheibe zu kämpfen hatte.

Dritter ist Jari-Matti Latvala (Toyota) mit 8,7 Sekunden Rückstand. Auch Hayden Paddon (Hyundai; 4.) und Ott Tänak (Toyota; 5.) können sich mit 12,5 respektive 16,9 Sekunden Rückstand noch Hoffnungen auf den Sieg machen. Tänak hat außerdem noch theoretische WM-Chancen. Der Este lag lange Zeit auf Platz drei und lag damit wesentlich weiter vorne, als seine Road Position es hätte erwarten lassen.

Es war die fünfte Prüfung ("Coldwater 2"), die sowohl ihm als auch Teamkollege Esapekka Lappi (Toyota; 6.) zum Verhängnis wurden: Bei einer Wasserdurchfahrt beschädigte sich Tänak seinen Toyota Yaris WRC. Er musste die letzten Prüfungen des Tages mit suboptimaler Aerodynamik zurücklegen. Lappi, der seine letzte Rallye für Toyota fährt, lag auf Rang zwei, als er an derselben Wasserdurchfahrt rund 20 Sekunden verlor: Sein Motor hatte Wasser gezogen. Er liegt am Ende des ersten Tages zehn Sekunden vor Ogier.

Unglaubliches Aus für Andreas Mikkelsen

Doch das Pech gepachtet hatte an diesem Tag Hyundai: Neben Neuvilles Drama ist auch Andreas Mikkelsen ein Opfer des ersten Tages. Er hatte schon am Vormittag eine Begegnung der dritten Art, als er nach einer Schikane plötzlich einen Traktor vor sich hatte, von dem niemand weiß, wie er in die Wertungsprüfung gelangen konnte.

Der Norweger kam zwar vorbei, doch im Zuge der allgemeinen Verwirrung im Cockpit und einer Diskussion mit Beifahrer Anders Jäger, ob die Prüfung abgesagt ist oder nicht, rutschte er in einen Graben und verlor beinahe eine halbe Stunde.

Sébastien Ogier mag nun als Topfavorit auf den Titel gelten, doch noch ist nichts vorbei: Am Samstag stehen noch einmal zehn Wertungsprüfungen auf dem Programm, von denen jedoch nur sechs "echte" Prüfungen sind. Doch die unbeständige Wettervorhersage und das unberechenbare Terrain (es gab mehrere Unfälle mit Kängurus) sorgen weiter für Anspannung im M-Sport-Team auf Jagd auf Titel Nummer sechs. Durch ist der Franzose noch lange nicht.

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