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"Ich wäre stolz, wenn es das wäre, was ihr denkt"

Vettel erklärt seinen kuriosen Funkspruch

09.11.2018 21:07
Sebastian Vettel hatte mit Problemen der anderen Art zu kämpfen
© getty, Charles Coates
Sebastian Vettel hatte mit Problemen der anderen Art zu kämpfen

Was könnte Sebastian Vettel zwischen den Beinen haben? Was sonst wohl nur ein Thema für die ganz schmerzfreie Klatschpresse ist, wurde in Brasilien plötzlich zum großen Thema für die komplette Formel-1-Welt.

"Irgendwas ist zwischen meinen Beinen lose - abgesehen von dem Offensichtlichen", funkte der Ferrari-Pilot plötzlich, um nachzuschieben: "Ich wäre stolz, wenn es das wäre, was ihr denkt - aber das ist es nicht."

Ein Penis-Witz vom viermaligen Weltmeister? "Es war mir dann klar, dass es vielleicht ein bisschen falsch verstanden werden kann, deswegen habe ich es korrigiert", lacht er anschließend auf das Thema angesprochen. "Ich fand es lustig."

Vettel: "Wir müssen das Auto noch verbessern"

Doch so lustig war das Thema für den Deutschen eigentlich nicht. Eine Schraube hatte sich gelöst und flog im Cockpit umher. "Die ist dann von links nach rechts und von vorne nach hinten gesprungen", wie Vettel erklärt. "Es ist kein größeres Problem, aber wenn es dann irgendwo hängen- oder steckenbleibt, dann ist es nicht so gut. Deswegen haben wir zweimal nachgeschaut."

Das war für Ferrari allerdings nur ein kleines Thema heute. Viel interessanter waren natürlich die Erkenntnisse des Freien Trainings. Mit 73 Tausendstelsekunden Rückstand lag Vettel am Ende des Tages hinter den beiden Mercedes auf dem dritten Gesamtrang, Teamkollege Kimi Räikkönen wurde mit 0,566 Sekunden Rückstand Sechster. "Es war okay", zieht Vettel Bilanz, gibt aber auch zu: "Wir müssen das Auto noch verbessern, denn es fühlt sich noch nicht gut an."

Rätselraten um den Ferrari-Unterboden

Die Reifen machen Ferrari noch zu schaffen, wie Bilder von einem ziemlich ramponierten Pneu deutlich machten. Und wenn es am Sonntag noch wärmer werden sollte, dann geht Vettel von einer großen Herausforderung aus. Doch ein noch zentraleres Thema war wieder einmal der Unterboden. "Ich glaube, man hat in den letzten Rennen gesehen, dass wir da ziemlich viel rauf- und runtergeschraubt haben und probiert haben", meint Vettel. Und so war es auch im Training von Brasilien.

Im ersten Training hatte Vettel die neue Variante aufgezogen, doch Vettels Aussagen belegen, dass er damit nicht zufrieden war und wieder zurückgerüstet hat. Als er von einem Journalisten gefragt wird, ob der neue Unterboden das Auto stabiler macht, stellt er eine Gegenfrage: "Ist er noch am Auto?" Der Journalist entgegnet: "Nein, ist das meine Antwort?", und Vettel ergänzt: "Du kannst dir die Antwort denken."

Vettel sieht Chance gegen Mercedes

Der Unterboden bleibt also eine Großbaustelle für Ferrari. Zwar habe man in den vergangenen Rennen eine Menge vom Auto lernen können und was zuvor schief lief, "aber wir versuchen immer noch, ein besseres Bild zu bekommen und zu verstehen, was vor sich geht", meint der viermalige Weltmeister. Müssen sich Ferrari-Fans etwa schon Sorgen im Hinblick auf 2019 machen? "Nein", sagt Vettel, "das ist ein Problem, das wir in den Griff bekommen müssen. Dann sollte es uns auch keine Sorgen machen."

Im Vordergrund steht aber ohnehin erst einmal der Kampf um die Konstrukteurs-WM. Dass Mercedes am Freitag doppelt vorne war, darf am Sonntag nicht passieren, will die Scuderia den Kampf nach Abu Dhabi verschieben. Verloren gibt Vettel den Sieg in Sao Paulo auch aufgrund der geringen Abstände noch lange nicht. "Wenn wir morgen mit der Balance das richtige Fenster treffen, dann kann es eng werden. Wir können noch nach vorne kommen."

 

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