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"NHL war auch als Trainer immer mein Ziel"

NHL statt DEB! Marco Sturm hört als Bundestrainer auf

04.11.2018 21:37
Bundestrainer Marco Sturm verlässt den Deutschen Eishockey-Bund und schließt sich den Los Angeles Kings an
Bundestrainer Marco Sturm verlässt den Deutschen Eishockey-Bund und schließt sich den Los Angeles Kings an

Bundestrainer Marco Sturm verlässt den Deutschen Eishockey-Bund (DEB) und kehrt in die NHL zurück. 252 Tage nach dem Gewinn der Silbermedaille bei den Winterspielen von Pyeongchang gab der Verband die Entscheidung bekannt.

Für Sturm erfüllt sich mit dem Wechsel zu den Los Angeles Kings ein Traum, der DEB muss sich nach dem Deutschland Cup in Krefeld (8. bis 11. November) nach einem neuen Trainer umschauen.

Sturm hatte in der vergangenen Woche um die Auflösung seines Vertrages gebeten, um bei den Los Angeles Kings als Assistenzcoach anzuheuern. "Der Zeitpunkt der Anfrage kam auch für mich überraschend. Aber die NHL war auch als Trainer immer mein Ziel, deshalb geht für mich ein Traum in Erfüllung", sagte Sturm: "Ich bin dem DEB nicht nur dafür dankbar, dass er mir diesen Schritt ermöglicht. Sondern auch dafür, dass er mir die Chance zum Einstieg in das Geschäft gegeben hat."

Der 40 Jahre alte Sturm wird in Los Angeles Co-Trainer von Willie Desjardins, der den entlassenen John Stevens ersetzt. Die Kings sind derzeit Letzter der Western Conference. "Wir haben immer gesagt, dass wir ihm keine Steine in den Weg legen", sagte DEB-Präsident Franz Reindl dem "SID", in der offiziellen Stellungnahme erklärte er: "Ein deutscher Trainer in der NHL ist auch ein Aushängeschild für unser Eishockey."

Kings mit schwachem Start

Als Spieler stand Sturm in der NHL in 938 Partien auf dem Eis - und ist damit deutscher Rekordhalter. Nationaltrainer wurde er 2015 und führte die DEB-Auswahl zurück in die erweiterte Weltspitze. 2016 und 2017 erreichte er mit seiner Mannschaft das WM-Viertelfinale, 2018 holte das Sturm-Team bei den Winterspielen in Pyeongchang völlig überraschend die Silbermedaille. Bei der anschließenden WM reichte es nur zu Platz elf.


Mehr dazu: Ergebnisse und Tabellen der NHL


Der Umbruch im deutschen Eishockey geht durch Sturms Abschied weiter. Sein Vertrag beim DEB galt noch bis 2022. Nach dem Silber-Coup bei den Winterspielen im Februar hatten die langjährigen Leistungsträger Christian Ehrhoff, Marcel Goc und Patrick Reimer ihre Karrieren im DEB-Team beendet.

Die Los Angeles Kings stehen auf dem letzten Platz der Western Conference.

 

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