Anzeige

"Es ist möglich, es ist machbar"

FIFA-Boss Infantino wirbt für WM 2022 mit 48 Teams

31.10.2018 10:20
Gianni Infantino würde eine WM 2022 mit 48 Teams für die Präsidentschaftswahl 2019 helfen
Gianni Infantino würde eine WM 2022 mit 48 Teams für die Präsidentschaftswahl 2019 helfen

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat die Tür für eine Aufstockung der Fußball-WM 2022 in Katar von 32 auf 48 Teilnehmer weit aufgemacht.

"Es wird auf jeden Fall 2026 so sein. Aber 2022? Ihr kennt mich. Es ist möglich. Warum nicht?", sagte der Chef des Weltverbands beim Kongress des asiatischen Kontinentalverbands AFC in Kuala Lumpur.

Für die Endrunde 2026, die in Mexiko, Kanada und den USA ausgetragen wird, hatte das FIFA-Council die Aufstockung bereits im Januar 2017 beschlossen.

WM-Gastgeber Katar hatte sich zunächst gegen ein Turnier mit 48 Mannschaft gewehrt, Organisationschef Hassan al-Thawadi bestätigte aber zuletzt, dass nun doch über eine Aufstockung beraten werde. Eine Entscheidung könnte Anfang 2019 fallen.

Infantino würde eine WM 2022 mit 48 Teilnehmern auch für die Präsidentschaftswahl im Sommer 2019 helfen.

Den AFC-Delegierten sage er: "Ihr hättet eine größere Chance (zur Qualifikation, d. Red.). Es ist möglich, es ist machbar. Wir reden darüber mit unseren Freunden aus Katar und vielen anderen Freunden in der Region. Wir hoffen, dass es passiert. Wir müssen es immer versuchen."

Angeblicher Hacker-Angriff sorgt für Wirbel

Unterdessen rechnet Infantino damit, dass bei einem angeblichen Hacker-Angriff gegen den Weltverband auch persönliche Informationen von ihm betroffen gewesen sind.

"Mein Job beinhaltet Diskussion, Dokumente auszutauschen, Entwürfe, Ideen, was auch immer, zu vielen, vielen, vielen, vielen Themen", sagte Infantino der Nachrichtenagentur "AP" zufolge. "Wenn ich nur in meinem Zimmer bleibe und mit niemanden spreche und nichts machen kann, wie kann ich dann meinen Job ordentlich erledigen?" Auch die "New York Times" berichtete darüber.

Die FIFA war den Berichten zufolge nach eigenen Angaben Ziel einer Hacker-Attacke geworden. Wie der Weltverband in einer Stellungnahme mitteilte, verurteilt sie "alle Versuche, die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten in jeder Organisation durch unrechtmäßige Praktiken zu kompromittieren."

Man sei "besorgt, dass einige Informationen illegal beschafft" worden seien. Über Ausmaße der Attacke auf seine Rechner machte der in Zürich ansässige Verband keine Angaben.

Die FIFA wurde der eigenen Darstellung zufolge von Medien mit internen Informationen konfrontiert. "Auf die Fragen, die wir erhalten haben, haben wir geantwortet", sagte Infantino. Bevor er 2016 zum FIFA-Präsidenten gewählt wurde, war der 48-Jährige als Generalsekretär für die Europäische Fußball-Union UEFA tätig.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige