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Nach Niederlage beim FC Zürich

Lage von Herrlich in Leverkusen verschärft sich weiter

26.10.2018 11:03
Heiko Herrlich steht bei Bayer Leverkusen mächtig unter Druck
Heiko Herrlich steht bei Bayer Leverkusen mächtig unter Druck

Bei Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen wird nach der 2:3-Pleite in der Europa League beim FC Zürich die Luft für Trainer Heiko Herrlich immer dünner.

Rudi Völler stapfte nach dem kurzen Rückflug missmutig in Richtung Ausgang des Köln-Bonner Flughafens, sein Trainer Heiko Herrlich folgte mit versteinerter Miene Richtung Mannschaftsbus.

Dem Coach war wenige Stunden nach der bitteren Niederlage in der Europa League beim FC Zürich im Gesicht abzulesen, dass er den Ernst der Lage erkannt hat. Nach dem neuerlichen Rückschlag für die vor Saisonbeginn hochgehandelte und in der Liga auf Platz 13 dümpelnde Werkself muss der 46-Jährige mehr denn je um seinen Job fürchten.

Herrlich, der im Letzigrund wieder mal viel mehr Schatten als Licht bei seiner von ihm offensichtlich schlecht präparierten Mannschaft gesehen hatte, helfen bis Ende des Monats wohl nur noch zwei Siege, wenn er seinen Kopf noch einmal aus der Schlinge ziehen will.

Herrlich gegen Bremen zum Siegen verdammt

Drei Punkte in der Liga bei Werder Bremen am Sonntag (18:00 Uhr) und drei Tage später ein Weiterkommen im DFB-Pokal bei Borussia Mönchengladbach könnten den 46-Jährigen retten. Nur gute Leistungen ohne Zählbares wären in der aktuellen Situation in diesen beiden Spielen zu wenig für Herrlich.

"Im Moment ist es so, dass Vieles einfach gegen uns läuft. Es tut schon weh, wie unsere Gegentore teilweise derzeit fallen", sagte Herrlich und versank einmal mehr in Selbstmitleid. Zu seiner eigenen Situation wollte er sich nach der neuerlichen Horrorshow seines Teams nicht äußern: "Die Situation ist so wie sie ist."

Die Verantwortlichen um den neuen Bayer-Boss Fernando Carro und Sport-Geschäftsführer Völler hüllten sich ebenfalls in Schweigen, was dennoch viel aussagte. Immerhin gingen die Spieler mit sich selbst hart ins Gericht.

Havertz hadert mit Team-Leistung: "Jeder hat Luft nach oben"

"Wir müssen uns an die eigene Nase packen. Wir haben viel zu wenig investiert. Im Moment machen wir alles falsch, was wir nur falsch machen können", sagte Jungnationalspieler Kai Havertz und ergänzte mit Blick auf das schwere Auswärtsspiel beim Tabellendritten an der Weser: "Jeder Einzelne hat Luft nach oben."

Der in Zürich indisponierte Abwehrchef Sven Bender, dessen vermeintlicher Ausgleich zum 3:3 in der Nachspielzeit fälschlicherweise vom Schiedsrichter nicht anerkannt worden war, nahm seinen Trainer in Schutz: "Er stellt uns gut ein. Mir tut es sehr leid, dass wir es nicht schaffen, das umzusetzen." Dann appellierte er an seine Kollegen: "Wichtig ist, dass wir die Köpfe oben halten und weitermachen." Er klang wie ein einsamer Rufer in der Wüste.

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Tabelle

#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Bayern MünchenBayern MünchenFC Bayern26193468:274160
2Borussia DortmundBorussia DortmundDortmund26186264:303460
3RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig26147544:202449
4Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbach26145745:311447
5Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurt26137651:302146
6Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusen261331047:40742
7VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburg26126844:39542
8Werder BremenWerder BremenSV Werder26109746:38839
91899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheim26911650:381238
10Hertha BSCHertha BSCHertha BSC2698940:39135
11SC FreiburgSC FreiburgSC Freiburg26710937:42-531
12Fortuna DüsseldorfFortuna DüsseldorfDüsseldorf26941333:50-1731
131. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 0526861227:45-1830
14FC AugsburgFC AugsburgAugsburg26671337:47-1025
15FC Schalke 04FC Schalke 04Schalke 0426651527:44-1723
16VfB StuttgartVfB StuttgartVfB Stuttgart26551626:56-3020
17Hannover 96Hannover 96Hannover 9626351824:61-3714
181. FC Nürnberg1. FC NürnbergNürnberg26271719:52-3313
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