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McLaren-Boss Brown: Vandoorne war nicht aggressiv genug

25.10.2018 09:41
Hätte Vandoorne aktiver für seine Sache kämpfen müssen?
Hätte Vandoorne aktiver für seine Sache kämpfen müssen?

Stoffel Vandoornes Formel-1-Karriere ist eine große Enttäuschung. Der McLaren-Pilot, der bislang in jeder anderen Rennserie, an der er teilnahm, Siege einfuhr, kam bislang in zwei Saisons über zweimal Platz sieben nicht hinaus und wird nun von seinem Rennstall vor die Tür gesetzt.

Doch warum hat sich der Belgier nicht etabliert? War er zu brav für die unbarmherzige Welt der Formel 1? "Ich würde nicht sagen, dass er zu angepasst war", meint McLaren-Boss Zak Brown. "Er ist ein sehr netter Kerl, aber er hätte mit uns vielleicht ein bisschen aggressiver umgehen können."

Was er damit genau meint? "Wenn Fernando etwas beim Auto nicht passt, dann zögert er nicht lange, um sich Gehör zu verschaffen", schildert der US-Amerikaner. "Damit hat sich Stoffel in dieser Umgebung vielleicht schwerer getan." Der 26-Jährige wechselt nun in der kommenden Saison in die Formel E.

Teamkollege Alonso hält das für eine gute Idee. "Der Wechsel ist eine gute Sache, denn die Formel 1 ist die einzige Serie, in der Talent nicht ausreicht, um die Schwächen des Autos wettzumachen. Und Stoffel hatte in seinen zwei Jahren in Anbetracht der ihm zur Verfügung stehenden Autos einfach Pech", sagt er gegenüber "RTBF".

Vandoorne liebäugelt mit Formel-1-Rückkehr

Doch hat der Belgier nun mit der Formel 1 abgeschlossen oder liebäugelt er mit einer Rückkehr?

"Was dieses Jahr auf dem Fahrermarkt passiert ist, hätte noch vor ein paar Monaten kein Mensch vorhersagen können", spielt er auf die Konsequenzen der Force-India-Übernahme durch Lawrence Stroll und Daniel Ricciardos Wechsel zu Renault an, der Carlos Sainz zu McLaren spülte und ihn das Cockpit kostete. "Wer weiß, was nächstes Jahr passiert? Vielleicht wird es wieder große Veränderungen geben", schließt Vandoorne eine Rückkehr nicht aus.

Nun konzentriere er sich aber voll auf sein Engagement bei HWA. Um sich an die neue Herausforderung zu gewöhnen, nahm er bereits an den Formel-E-Tests in Valencia teil.

"Ich weiß, dass wir unsere Erwartungen zu Beginn im Zaum halten müssen", versucht der Belgier, den Ball flach zu halten. "Das Team ist völlig neu. Ich selbst bin auch neu in der Serie. Es wird dauern, bis ich auf Tempo bin. Aber sobald es richtig läuft, sollten auch die Ergebnisse kommen."

Vandoorne über Formel E: Kämpfe wichtiger als Tempo

Der Unterschied zur Formel 1 sei enorm: "Aber nicht nur das, es war ganz anders als jedes Auto, das ich bisher gefahren bin."

Das zeige sich vor allem im Rennen, das viel mehr von strategischem Handeln geprägt sei: "Im Qualifying versuchst du, das Maximum herauszuholen, wie in jeder anderen Serie, auch wenn das Auto extrem schwierig zu fahren ist und wenig Grip hat. Schwieriger wird's im Rennen. Da musst du effizient sein, denn wie du mit der Energie haushaltest, kann einen großen Unterschied machen. Es ist eine ganz andere Herausforderung."

Zunächst müsse er also alle Abläufe lernen, um beim Saisonauftakt in Riad Mitte Dezember vorbereitet zu sein.

Ob er das hohe Tempo in der Formel 1 bereits vermisst? "Schnell Autofahren macht Spaß", gibt er zu. "Das ist die eine Seite. Aber noch mehr Spaß macht es, Rad an Rad mit gleichwertigen Gegnern zu kämpfen, um gute Ergebnisse. Es stimmt, dass die Autos nicht so schnell sind wie in der Formel 1, aber das sollte man meiner Meinung nach nicht vergleichen. Die Philosophie ist eine ganz andere."

Dazu kommt, dass die Entwicklung der noch in den Kinderschuhen steckenden Technik voranschreitet: "Ich bin sicher, dass die Autos in den nächsten Jahren schneller werden." Aber schon jetzt seien die Rennen "eine sehr unterhaltsame und aufregende Sache".

 

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