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Therapie im Letzigrund: Herrlich auf Bewährung

24.10.2018 12:27
Heiko Herrlich steht nach wie vor unter großem Druck
© getty, Alex Grimm
Heiko Herrlich steht nach wie vor unter großem Druck

Nach dem 2:2 gegen Hannover will Bayer Leverkusens Trainer Heiko Herrlich in der Europa League mit seinem Team wieder mal Selbstvertrauen für den Ligaalltag tanken.

Therapiestunde im Letzigrund: Zum dritten Mal in dieser Saison will Bayer Leverkusen den Europacup nutzen, um nach der bisherigen Irrfahrt in der Liga neues Selbstvertrauen zu tanken.

Im Europa-League-Duell beim Schweizer Pokalsieger FC Zürich am Donnerstagabend (18:55 Uhr) steht Bayer-Trainer Heiko Herrlich aber einmal mehr unter Bewährung wie auch in den folgenden beiden Spielen in der Bundesliga bei Werder Bremen und im DFB-Pokal bei Borussia Mönchengladbach.

"Noch hat er unser Vertrauen. Man muss es so sagen - so ehrlich muss man sein", sagte Leverkusens Sport-Geschäftsführer Rudi Völler, der vor dem Abflug am Mittwochmittag einen entspannten Eindruck machte und guter Dinge war: "Wir wollen mit einem guten Resultat unser Selbstvertrauen, das zuletzt ein bisschen gelitten hat, steigern."

Sollten Herrlich und sein Team allerdings in den restlichen drei Oktober-Spielen nicht liefern, droht dem Coach noch im Herbst das vorzeitige Aus. Der Name Ralph Hasenhüttl geistert seit Wochen unter dem Werkskreuz herum.

"Mein Selbstvertrauen ist nach wie vor da. Ich versuche, die Mannschaft stark zu machen", sagt Herrlich, der aber auch im Rückblick auf das magere 2:2 gegen Hannover 96 einräumte: "Das gelingt mir nicht so, wie ich es gerne hätte. Aber ich muss trotzdem die Fahne oben halten."

Heiko Herrlich als Mentalcoach gefragt

Der 46-Jährige hofft, dass in Zürich die fehlende Leichtigkeit und das mangelnde "Spielglück" zu seiner Mannschaft zurückkehrt, die im Europacup nach bislang zwei Siegen eine hervorragende Ausgangsposition hat. "Wir haben die Möglichkeit, einen ganz großen Schritt zu gehen und können nach drei Spielen fast schon durch zu sein", so Herrlich, der diese Tage vor allem als Mentalcoach gefragt war: "Der Kopf spielt eine ganz wichtige Rolle. Jetzt müssen wir wieder dahinkommen, an uns zu glauben."

Das bislang einzige Duell zwischen diesen beiden Teams gewann Leverkusen zum Abschluss der Gruppenphase des UEFA-Pokals 2007/08 mit 5:0 in Zürich. "Das interessiert mich nicht", sagte FCZ-Trainer Ludovic Magnin. Der ehemalige Bundesligaprofi hat mit seinem Team ebenfalls sechs Punkte auf dem Konto und geht mit breiter Brust gegen Bayer ins Rennen.

 

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