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"Müller und Boateng, ich fasse es nicht"

Ex-Weltmeister attackiert Stars des FC Bayern scharf

16.10.2018 18:56
Christophe Dugarry (Mitte, Nr. 21) gewann mit Frankreich dem WM- und EM-Titel
© getty, Stu Forster
Christophe Dugarry (Mitte, Nr. 21) gewann mit Frankreich dem WM- und EM-Titel

Vor dem vermeintlichen Topspiel in der Fußball-Nations-League zwischen Deutschland und Frankreich hat sich Ex-Welt- und Europameister Christophe Dugarry die DFB-Elf zur Brust genommen und dabei kein gutes Haar an den Spielern des FC Bayern gelassen.

In der von ihm moderierten Radiosendung "Team Duga" auf dem Sender "Radio Monte Carlo" wetterte Dugarry unter anderem gegen Joachim Löw und die Spieler der deutschen Nationalmannschaft. Insbesondere die Stars des FC Bayern griff der heute 46-jährige Ex-Profi scharf an.

Spieler wie Thomas Müller, Mats Hummels oder Jerome Boateng hätten zwar eine "enorme mediale Macht", für eine Rolle als Stammspieler beim FC Bayern oder in der deutschen Nationalmannschaft fehle ihnen jedoch mittlerweile das Niveau, polterte der Franzose. Dieser Status der "Unantastbaren" sei in Deutschland ein häufiges Problem, meinte Dugarry, der anschließend noch nachlegte.

"Thomas Müller seit vier oder fünf Jahren miserabel"

"Wie kann Thomas Müller heute noch Teil der deutschen Nationalmannschaft sein? Seit vier oder fünf Jahren ist dieser Junge nicht gut. Um nicht zu sagen miserabel", kritisierte Dugarry, der dann auch noch Joachim Löw ins Visier nahm: "Nach der EM 2016 hätte schon ein Umdenken stattfinden müssen, allerspätestens aber nach dem WM-Aus in diesem Jahr. Und trotzdem spielen dieselben Spieler. Müller und Boateng, ich fasse es nicht."

Besonders die körperlichen Defizite sind Dugarry bei seiner Fernanalyse ins Auge gefallen. "Sie rennen einfach nicht. Wenn ich mir Boateng anschaue – er hat Holzbeine. Hummels genauso", wetterte der ehemalige Offensivmann, der 1998 mit Frankreich Weltmeister und zwei Jahre später Europameister wurde. In seinen Augen hätten die jungen Spieler, die den Confed Cup 2017 gewannen, unbedingt weiterspielen müssen.

Kleiner Trost für Joachim Löw und Co.: Selbst für Weltmeister-Trainer Didier Deschamps hat Dugarry nicht nur positive Worte übrig. So bemängelte er nach dem Turnier in Russland: "Ich mag seine Taktik einfach nicht. Wenn ich mir die Spiele ansehe, bin ich oft gelangweilt. Es macht mir keinen Spaß, er versucht nichts Außergewöhnliches." In seinen Augen habe Deschamps die Equipe Tricolor "als Geisel genommen". 

 

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