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Renault macht sich Gedanken

Wettrüsten: Verliert die Formel 1 einen Hersteller?

11.10.2018 16:27
Renault warnt vor einer Kostenexplosion in der Formel 1
Renault warnt vor einer Kostenexplosion in der Formel 1

Die Kosten für die Motoren in der Formel 1 wachsen stetig an. Renault fürchtet nun, dass schon bald ein Hersteller das Handtuch werfen könnte, wenn das Wettrüsten in der Königsklasse weitergeht.

Die Kosten für die Entwicklung, Produktion und Wartung der Motoren seien schon jetzt nur schwierig gegenüber dem Hauptkonzern zu rechtfertigen, sagt Renault-Teamchef Cyril Abiteboul. Honda hätte mit seinen großen Investitionen gezeigt, dass Tempo mit Geld gekauft werden könne.

Gegenüber "Motorsport-Total.com" sagt er: "Honda hat seit vergangenem Jahr eine schnelle Entwicklung durchlaufen, was für mich keine Überraschung ist. Die Haltbarkeit war einfach nicht da. Aber Honda hat - und das haben wir in Spa gesehen - viel Geld in das Programm investiert." Das würde beweisen, dass die Höhe der Investitionen in der Formel 1 über die Performance eines Motors entscheidet.

"Das macht mir Sorgen", sagt der Renault-Teamchef. Schon jetzt würden sich die Teams für die neuen, lauteren Motoren wappnen, die im Jahr 2021 eingeführt werden. Laut Abiteboul darf aber nicht die Kostenexplosion der aktuellen Antriebe außer Acht gelassen werden. "Irgendwann wird ein Punkt erreicht werden, an dem es für einen der vier Hersteller nicht mehr haltbar ist, so viel Geld auszugeben", warnt er. "Ich glaube nicht, dass es sich die Formel 1 leisten kann, einen Hersteller zu verlieren."

Aufgrund der Leistungssteigerung bei Honda müsse Renault mitziehen und wiederum viel Geld in die Hand nehmen, um den Vorsprung auf die Japaner wieder herzustellen. "Honda ist definitiv zurück", so der Teamchef. "Sie sind auf demselben Level wie wir. Wir dürfen deshalb nicht wieder die Entwicklung der Motoren für die kommende Saison verschlafen." Schwierig sei es, das mit den Motoren für die Saison 2021 unter einem Hut zu bringen, da Renault früh mit der Entwicklung beginnen wolle. Abiteboul meint: "Wir müssen schauen, wie wir sowohl die kurzfristigen als auch die langfristigen Ziele erreichen können."

 

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