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Trotz massiver Fan-Kritik

Wurz verteidigt Mercedes-Stallorder: "Musst du machen"

10.10.2018 12:45
Bottas hat in Suzuka Hamiltons Rücken freigehalten
© Motorsport-Total.com
Bottas hat in Suzuka Hamiltons Rücken freigehalten

Lewis Hamilton ist in der Formel-1-Saison 2018 auf WM-Kurs. Nichts und niemand soll den Briten auf seinem Weg zum Titel aufhalten, erstrecht nicht sein Teamkollege Valtteri Bottas.

Um die Chancen auf den Meisterschaftssieg zu maximieren, hat Mercedes eine Stallorder ausgegeben. Bottas hatte in Japan nur zwei Aufgaben: auf Platz zwei ins Ziel zu kommen und die Konkurrenz von Hamilton fernzuhalten - zum Ärger vieler Fans. Alexander Wurz verteidigt die Entscheidung von Mercedes und Teamchef Toto Wolff.

"Ich bin da ganz klar positioniert", sagt der Ex-Formel-1-Pilot gegenüber dem "ORF". "Als Teamchef musst du das machen. Wenn du ein Chef bist für eine Sportmannschaft, musst du das einzige machen, was die Sportmannschaft erfolgreich macht. Das ist unterm Strich eine Teamorder aussprechen." In Sportarten wie dem Motorsport und Radsport seien solche Entscheidungen seitens der Teams eine völlig normale Vorgehensweise, um den Erfolg sicherzustellen.

Jedoch habe Wurz Verständnis für die Fans, die sich gegen eine Stallorder in der Königsklasse aussprechen und puren Rennsport erleben wollen. "Dass die Fans zuhause schimpfen, weil wir gerne hätten, dass hier Valtteri gewintt, ist auch ganz klar", sagt er.

"Das verstehe ich zu 100 Prozent. Ich bin bei jedem Fan, der sich über die Stallorder beschwert." Schlussendlich würde am Ende der Saison aber niemand mehr fragen, wie die Siege eigentlich zustande gekommen sind. Für die Teams zähle einzig allein der Titel.

"Wegen anderen Problemen die Weltmeisterschaft zu verlieren, ist dramatisch, das habe ich bei McLaren selbst erlebt", resümiert Wurz. "Die Konstrukteure machen ja auch nicht mit Absicht langsamer, damit wir Fans eine tolle Motorsportsaison erleben."

Im Sport zähle nur der Erfolg und die Teams würden alles tun, um den Sieg einzufahren. Solange die Rennställe die Regeln befolgen würden, würde der Zweck immer die Mittel heiligen, meint Wurz, der selbst in seiner Karriere oft Opfer einer Teamorder geworden ist. "Damals mit Toyota war das so", erinnert sich der Österreicher.

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