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Surer: "Bitte lasst die Finger vom Qualifying-Modus"

10.10.2018 11:43
Marc Surer ist gegen einen neuen Qualifying-Modus
Marc Surer ist gegen einen neuen Qualifying-Modus

Formel-1-Inhaber Liberty Media prüft derzeit Änderungen am Modus des Qualifyings für die Saison 2019. Anstelle von drei sollen die Fahrer gleich vier Segmente durchlaufen, um die Startplätze auszufahren.

Das K.O.-System soll dabei erhalten bleiben: In den ersten drei Abschnitten sollen jeweils vier Fahrer ausscheiden. Im letzten Segment sollen dann acht Fahrer um die Pole-Position kämpfen. Formel-1-Experte Marc Surer hält von dem Vorschlag nichts.

"Ich finde, wenn es in der Formel 1 etwas gibt, das funktioniert, dann ist es dieses Qualifying", sagt Surer gegenüber "Motorsport-Total.com". "Natürlich hatten wir jetzt das Problem mit der Motorenregel, dass es nach den Strafversetzungen keinen Sinn mehr machte, zu fahren. Aber das sind ja eher Ausnahmen." Jedoch würde das Qualifying im Normalfall sehr gut funktionieren, so der Formel-1-Kommentator.

"Warum sollte man es dann ändern?", fragt sich Surer. "Bernie Ecclestone hatte das doch schon einmal versucht, und das gab ein Chaos, bei dem kein Mensch mehr verstanden hat, um was es eigentlich geht. Also bitte lasst die Finger davon! Das Qualifying ist gut so, wie es ist. Es ist spannend. Bitte nichts daran ändern!" Die Ziele von Liberty Media und FIA-Rennleiter Charlie Whiting seien mehr Spannung und Unvorhersehbarkeit. Immerhin dürften den Toppiloten in den Abschnitten drei und vier zweimal keine Fehler unterlaufen.

Außerdem soll so der Reifenpoker in Q2 unterbunden werden, der immer wieder das Ergebnis im Qualifying verzerrt. Die besten Fahrer sollen es des Weiteren schwieriger haben, mit der harten Mischung ins letzte Segment einzuziehen. Außerdem: Die freie Reifenwahl gäbe es dann nicht mehr erst ab Platz elf sondern schon ab Platz neun - ein Vorteil für die Teams im Mittelfeld.

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