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DTM-Rechenspiele: So wahrt René Rast seine Titelchance

08.10.2018 10:57
Gary Paffett, Paul di Resta und René Rast: Einer von ihnen wird DTM-Champion 2018
Gary Paffett, Paul di Resta und René Rast: Einer von ihnen wird DTM-Champion 2018

30 ist die magische Zahl vor dem DTM-Saisonfinale 2018 in Hockenheim: 30 Punkte beträgt der Rückstand, den der amtierende DTM-Champion René Rast aufholen muss, um seinen Traum von der Titelverteidigung doch noch wahr werden zu lassen.

Mit einer Aufholjagd auf der Zielgeraden der Saison kennt sich der Audi-Fahrer aus. Im Vorjahr reiste Rast mit 21 Zählern Rückstand auf den in der Meisterschaft führenden Mattias Ekström zum letzten Event.

Der Deutsche verwandelte seinen Rückstand in einen Vorsprung und gewann mit vier Punkten mehr auf dem Konto den Titel vor Ekström, der Gesamtzweiter wurde. 2018 könnte dem 31-Jährigen Ähnliches gelingen, doch die Vorzeichen sind in diesem Jahr etwas anders.

2017 lagen vier Audi-Fahrer an der Spitze der Fahrerwertung, die die Entscheidung um den Titel unter sich ausmachten. 2018 ist Rast (199 Punkte) praktisch alleine im Kampf gegen die beiden Mercedes-Fahrer Paul di Resta (229) und Gary Paffett (225), die die Tabelle anführen. Und noch etwas ist anders: die Größe des Rückstands. 30 Punkte aufzuholen ist in der DTM sehr schwierig. Aber nicht unmöglich, wie Rast zuletzt mit 56 Punkten an einem Wochenende am Nürburgring und vier Siegen in Folge bewiesen hat.

Immerhin kann Rast den Titelkampf bis zum 20. und letzten Rennen der Saison offenhalten. Am Samstag muss der amtierende DTM-Champion die maximale Punktzahl von 28 Zählern (für Rennsieg und Pole-Position) holen, um die Entscheidung um den DTM-Titel 2018 auf Sonntag zu verschieben. Gelingt ihm dies, ist es zweitrangig, auf welchen Plätzen seine Rivalen di Resta und Paffett landen.

Di Resta kann am Samstag alles klar machen

Wenn die beiden Mercedes-Fahrer im ersten Lauf in Hockenheim außerhalb der Punkteränge bleiben und im Qualifying nicht unter den Top 3 sind, dann reichen Rast zwei Punkte. Ein schwieriges Unterfangen, weiß auch der Audi-Mann.

"Natürlich bin ich der Außenseiter, und es ist extrem unwahrscheinlich, dass wir den Titel noch holen", sagt Rast. "Aber in der DTM kann einfach alles passieren, gerade in einem Finale. Wir haben unser Saisonziel bereits erreicht und können uns nicht mehr verschlechtern. Der Druck lastet eindeutig auf Paul und Gary."

"Nach dem für uns schwierigen Saisonauftakt haben wir nicht damit gerechnet, am Ende doch noch um die Meisterschaft zu kämpfen", sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. "Dass wir noch im Rennen sind, verdanken wir Rene und vor allem auch unserer Mannschaft, die in dieser Saison nie aufgegeben hat."

"... dann ist alles möglich"

Die Devise der Ingolstädter für das Saisonfinale lautet daher: All In! "Wenn Renés Serie anhält, ist in der Tat alles möglich. Viele vergessen, dass er schon beim Saisonauftakt in Hockenheim in der ersten Startreihe stand. Und damals waren wir nach den Regeländerungen noch nicht optimal aufgestellt", erinnert Gass.

Einer, der schon am Samstag den Sack zumachen kann ist di Resta. Wenn der Schotte nach dem ersten Renntag 25 Punkte mehr holt wie sein Teamkollege Paffett, dann steht er als DTM-Champion 2018 fest. Leichter gesagt als getan, denn um dies zu schaffen, müsste di Resta am Samstag gewinnen und Paffett leer ausgehen.

Den Saisonauftakt in Hockenheim im Mai gewann Paffett und beim zweiten Rennen stand er als Drittplatzierter auf dem Podium. Es wird keine leichte Aufgabe für di Resta, seinen ärgsten Konkurrenten im Titelkampf zu schlagen. "Ich werde alles geben und freue mich auf einen fairen Kampf mit meinen Rivalen", sagt di Resta.

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