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Hamilton: "Gibt keinen Grund, etwas zu verändern!"

13.09.2018 19:00
Lewis Hamilton macht sich vor Singapur wenig Sorgen
Lewis Hamilton macht sich vor Singapur wenig Sorgen

Mercedes gehört beim Großen Preis von Singapur nicht zu den Favoriten. In den vergangenen Jahren gehörte der Stadtkurs regelmäßig zu den Achillesfersen der Silberpfeile. Allerdings hat Lewis Hamilton in den vergangenen Wochen gezeigt, dass er trotz Underdog-Rolle gewinnen kann: So war es in Hockenheim, so war es in Budapest, so war es in Monza - und wird es auch in Singapur so sein?

"Als Team haben wir in den vergangenen Rennen einen fantastischen Job gemacht. Wir wollen versuchen, diese Qualität an Performances beizubehalten", sagt der Brite vor dem anstehenden Wochenende. Erwartungen bringe er jedoch keine mit an die Strecke - das mache er nie, wie er sagt. "Unsere Erwartungen sind, einfach alles zu geben und versuchen so gut zu performen, wie in den vergangenen Rennen - wenn nicht sogar besser."

Doch bei den Silbernen weiß man, dass die Aufgabe in Singapur ungleich schwieriger wird. "Unser Auto ist für diese Art von Strecken nicht designt", sagt Valtteri Bottas und geht davon aus, dass man es schwieriger haben wird, als auf normalen Strecken. Denn auch das warme Wetter und die Chance auf Überhitzung der Reifen sprechen gegen Mercedes. Allerdings betont er auch, dass das Team aus den vergangenen Jahren gelernt habe.

Vorsprung nicht in Hamiltons Kopf

"Für uns werden vor allem die Trainingssession extrem wichtig werden, um ein Verständnis von unserer Position zu bekommen und das richtige Set-up zu jagen", so der Finne weiter. "Am Ende ist das Auto, wie es ist. Wir müssen einfach das perfekte Set-up finden. Unsere Pace ist recht in Ordnung", sagt er.

Der Vorteil für Hamilton ist, dass er Singapur auf jeden Fall als WM-Führender verlassen wird. Seit Monza hat er 30 Punkte Vorsprung auf Sebastian Vettel - und damit ein zehnfaches seines Vorsprunges aus der vergangenen Saison. Für ihn ist das am Wochenende aber überhaupt kein Thema: "Es könnte unterbewusst sein, aber ich habe noch nie darüber nachgedacht", sagt der Brite und betont: "Es gibt keinen Grund, etwas zu verändern."

Denn es seien noch eine Menge Rennen zu absolvieren, und weil es das ganze Jahr so funktioniert hat, möchte man so weitermachen wie bisher. "Wir erwarten, dass schwierige Rennen vor uns liegen werden. Ferrari war in den vergangenen Rennen vor uns. Mit ihnen mitzuhalten oder sie sogar zu überholen, wird schwierig werden."

Bottas und die Hilfe-Frage

Ein Thema bei Mercedes war zuletzt auch die Hilfestellung von Valtteri Bottas. Mehrfach hat er Hamilton geholfen, was ihm Bezeichnungen wie "Wing-Man" oder "Butler" eingebracht hat. "Jeder kann das sagen, was er will", winkt Bottas darauf angesprochen ab. "Was mich interessiert, ist die Performance von mir und meinem Team."

Derweil wird Hamilton von einem Journalisten darauf angesprochen, ob es sein Leben leichter macht, wenn Mercedes Bottas taktisch einsetzt, während die Piloten bei Ferrari frei fahren können. Seine Antwort zu den Roten: "Um ehrlich zu sein, habe ich das noch gar nicht bemerkt." Die Folge ist großes Gelächter im Saal. Hamilton weiter: "Das hat nichts mit mir zu tun. Ich sehe nicht, wie es mein Leben einfacher macht."

Dass ihm Bottas zuletzt mehr half als Räikkönen Vettel, lag laut Hamilton daran, dass Bottas einfach in der passenden Situation war: "Wenn man sich die Rennen ansieht, dann ist es eher die Position, in die sie sich gebracht haben", so Hamilton zu den Helfern. "Valtteri war in einer Position, in der er geholfen hat. Ich denke nicht, dass wir viele Rennen gesehen haben, in denen es bei ihnen (Ferrari) so war."

Doch es könnte auch in Zukunft zu solchen Hilfestellungen kommen: "Ich verstehe, dass Lewis um die Meisterschaft kämpft. Für mich ist die Chance sehr gering. Wenn es also einen Weg gibt, ihm zu helfen, dann werde ich das tun", kündigt Bottas an.

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