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"Mich enttäuscht es, dass nicht nur Resultate zählen"

Ocon sieht Chancen auf Formel-1-Verbleib schwinden

13.09.2018 14:42
Wird Esteban Ocon im Regen stehen gelassen?
Wird Esteban Ocon im Regen stehen gelassen?

Vor zwei Monaten sah die Formel-1-Zukunft von Esteban Ocon noch rosig aus. Dem Franzosen lagen mehrere Angebote für 2019 vor, doch mittlerweile könnte der Racing-Point-Pilot als großer Verlierer aus dem Fahrerkarussell geschleudert werden.

"Ich möchte im kommenden Jahr irgendwo fahren. Wenn das nicht der Fall sein sollte, wäre ich megaenttäuscht", sagt Ocon vor dem Großen Preis von Singapur.

Die Karten sind für den Youngster einfach nicht gut gefallen. Ocon lag ein Angebot von McLaren vor, das er für Renault absagte. Ocon galt bei den Franzosen schon fast als sicher, doch dann schnappte ihm Daniel Ricciardo überraschend den Platz weg. Weil auch McLaren mittlerweile dicht ist, gehen Ocon so langsam die Optionen aus. "Es gibt immer noch Hoffnungen, aber sie werden weniger und weniger", hadert er.

Viele Chancen gibt es für Ocon nicht mehr. Bei Racing Point wird sehr wahrscheinlich Lance Stroll zum Einsatz kommen und bei vielen Teams ist er aufgrund seiner Verbindungen zu Mercedes kein Kandidat. Einzig Williams hätte wohl einen Platz übrig, doch dort sucht man nach dem Abgang der Geldgeber Martini und Lawrence Stroll händeringend nach einer großen Mitgift, die Ocon nicht hat.

"Mich enttäuscht es zu sehen, dass nicht nur Resultate zählen", meint er. "Ich kann nur schwer glauben, dass ich vor zwei Monaten noch in einer großartigen Position war und sich die Dinge jetzt so entwickelt haben." Sportlich sollte Ocon nämlich eigentlich jedem Zweifel erhaben sein: Er war Meister in der Formel-3-EM, Meister in der GP3-Serie und zeigt auch seit zwei Jahren in der Formel 1 eine gute Leistung.

Alte Rivalen nun in Topcockpits

Die Früchte ernten nun jedoch andere: "Meine alten Rivalen Max (Verstappen), Pierre (Gasly), Charles (Leclerc) - also Leute, gegen die ich von Tag eins an gefahren bin -, sitzen nun bei Topteams in Topautos und kämpfen um Podestplätze und Siege", hadert er. "Aber das macht mich natürlich nur noch hungriger und sorgt dafür, dass ich jeden Tag Gas gebe."

Seine Kollegen, die er in den Juniorserien sogar geschlagen hat, hatten aber wohl das Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein. Ocon hingegen muss kämpfen, weil seine Mercedes-Zugehörigkeit eher eine Bürde ist. Einige Experten haben gesagt, dass die Silberpfeile den Franzosen hätten befördern sollen, anstatt auf die leichte Lösung Valtteri Bottas zu setzen. Doch weil das nicht passiert ist, droht Ocon nun das Aus.

Toto Wolff hatte in den Raum gestellt, seine Junioren freizugeben, doch darüber gesprochen habe Ocon mit Mercedes nicht. Stattdessen arbeite man weiter gemeinsam daran, ihm einen Platz in der Formel 1 zu verschaffen. "Wir haben beide die gleiche Meinung und wollen, dass ich im kommenden Jahr fahre", sagt er. "Das ganze Mercedes-Management arbeitet hart an einer Lösung, aber es scheint schwieriger zu sein, als es sein sollte."

Wann ist Ocon sein Cockpit los?

Zu allem Überfluss schwebt über dem bald 22-Jährigen auch noch das Damoklesschwert der sofortigen Arbeitslosigkeit. Denn noch immer ist unklar, wann Stroll in das Team seines Vaters wechseln wird. Schon in Belgien gab es Ablösegerüchte, doch noch ist Ocon am Steuer - und auch in Russland wird er laut eigener Aussage fahren. "Ich habe einen Vertrag für dieses Jahr, also sollte ich die Saison zu Ende fahren", betont er.

Zuletzt hatte sich der Racing-Point-Pilot mit einem Statement an die Öffentlichkeit gewandt und seine Lage noch einmal geschildert. "Ich habe diese Nachricht geschrieben, um den Leuten, die mich unterstützen, zu danken und dann zu beschreiben, wie ich mich fühle. Ich habe immer gesagt, dass die Formel 1 mein Leben ist. Das einzige, was ich seit meiner Geburt machen möchte, ist Rennen fahren."

Und somit steht Ocon vor einer schwierigen Zeit, denn die Optionen werden langsam geringer. Ein Engagement außerhalb der Königsklasse steht für ihn außer Frage, und auch eine Reserverolle würde er nur mit Zähneknirschen annehmen. Doch er gibt sich kämpferisch: "Sollte ich im kommenden Jahr keinen Platz haben, werde ich alles geben, um zurückzukommen - und ich werde zurückkommen!"

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