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Völler verurteilt "Hysterie", Herrlich will "was holen"

13.09.2018 15:15
Rudi Völler hat kein Verständnis für aufkommende Kritik an Heiko Herrlich
Rudi Völler hat kein Verständnis für aufkommende Kritik an Heiko Herrlich

Es war mal wieder an der Zeit für Rudi Völler. Immer, wenn es bei Bayer Leverkusen brennt, versucht der Sport-Geschäftsführer mit markigen Worten von Krisenherden abzulenken oder die Kritik zu übertönen.

In dieser Saison war Völlers erster Einsatz dieser Art bereits nach dem zweiten Pflichtspiel gefragt. Denn es schwelt zumindest schon bei Bayer. Und zumindest die Gefahr besteht, dass sich das Ganze zu einem Flächenbrand ausweitet. Nach zwei Niederlagen geht es am Samstag (15.30 Uhr) zum FC Bayern. Es droht der erste Absturz auf den letzten Tabellenplatz seit fast 36 Jahren. Vielerorts wird schon über Trainer Heiko Herrlich diskutiert.

Das halte er für "absoluten Schwachsinn", polterte Völler im TV-Sender "Sky". "Das ist eine Hysterie, die nicht zu ertragen ist. Da weiß ich gar nicht, ob ich mich da ärgern oder schmunzeln muss, weil das ist natürlich absoluter Blödsinn." In der Vorwoche hatte Völler bereits ein "kicker"-Interview mit ähnlichem Inhalt gegeben.

Vor allem ärgerte sich der Sportchef darüber, dass die Trainer-Diskussion "praktisch nur bei uns" geführt wird: "Andere sechs, sieben Clubs haben auch nur einen oder gar keinen Punkt und da ist es nicht so passiert."

Doch natürlich fordert der Weltmeister von 1990 auch eine Kurs-Korrektur von seinem Trainer. Klar müsse dieser seine Schlüsse ziehen, sagte Völler, "und so aufstellen und handeln, dass wir wieder in die Spur finden". Ein erstes Fazit wolle er nach einem Drittel der Saison ziehen. Gleichzeitig bekannte er, "ein bisschen nachdenklich" zu sein und forderte: "Wir müssen jetzt aufwachen."

Herrlich: "Zeit, mal was zu holen"

Herrlich selbst wirkt derweil ungewohnt angespannt. Und wenn er vor dem Bayern-Spiel sagt, dass es "Zeit wird, mal was zu holen", dann ist das durchaus zweideutig. Der Trainer bezog sich vorrangig auf die schlechte Bilanz des Vereins und auch von ihm selbst in München. Ein Überraschungs-Erfolg würde ihm die Arbeit in den ereignisreichen nächsten Wochen aber auch nachhaltig erleichtern.

Direkt nach dem Spiel in München startet die Europa League mit der wohl schwersten Aufgabe in einer lösbaren Gruppe beim bulgarischen Serienmeister Ludogorez Rasgrad. Danach folgen im September noch die Liga-Aufgaben gegen Mainz, in Düsseldorf und gegen Dortmund.

Immerhin: In München wird der als Stammtorhüter geholte Lukáš Hrádecký ebenso wie Sven Bender erstmals in dieser Bundesliga-Saison spielen können. Und Julian Brandt kam nach guten Länderspielen-Leistungen nach eigener Aussage "voller Tatendrang" vom DFB-Team zurück. In der Bayer-Kabine sei "eine gewisse Konzentration, aber keine Panik" zu spüren gewesen, sagte Brandt der dpa und gab sich durchaus forsch. "Wir stehen unter Druck, können aber eine Menge gewinnen. Wenn die Bayern denken, dass sie ein bis zwei Prozent weniger machen müssen, weil wir null Punkte haben, müssen wir da sein und sie bestrafen."

 

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Tabelle

#MannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Borussia DortmundBorussia DortmundDortmund1183033:122127
2Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbach1172226:131323
3RB LeipzigRB LeipzigRB Leipzig1164122:91322
4Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurt1162326:131320
5Bayern MünchenBayern MünchenFC Bayern1162320:14620
61899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheim1161424:15919
7Werder BremenWerder BremenSV Werder1152419:19017
8Hertha BSCHertha BSCHertha BSC1144316:17-116
91. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 051143410:12-215
10FC AugsburgFC AugsburgAugsburg1134419:18113
11SC FreiburgSC FreiburgSC Freiburg1134415:19-413
12VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburg1133515:17-212
13Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusen1132616:24-811
14FC Schalke 04FC Schalke 04Schalke 04113178:15-710
151. FC Nürnberg1. FC NürnbergNürnberg1124511:24-1310
16Hannover 96Hannover 96Hannover 961123614:22-89
17Fortuna DüsseldorfFortuna DüsseldorfDüsseldorf1122710:25-158
18VfB StuttgartVfB StuttgartVfB Stuttgart112278:24-168
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