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DTM-Zweikampf mit Auer: Glock gesteht "Fehler" ein

11.09.2018 12:24
Kurzes Vergnügen: Das Rennen war für Glock und Auer schon in Runde 2 gelaufen
Kurzes Vergnügen: Das Rennen war für Glock und Auer schon in Runde 2 gelaufen

Vom Held zum Verlierer - das kann vor allem in der DTM ganz schnell gehen. Timo Glock kann nach dem achten Lauf der DTM-Saison 2018 ein Lied davon singen.

Nach einer tollen Leistung im Samstagsrennen lag er auch am Sonntag in aussichtsreicher Position. Und das, obwohl er am Nürburgring sichtbar an einer Erkältung litt. Auch Lucas Auer startete am Sonntag sensationell ins Rennen. Dann gerieten beide in Kampf um Platz zwei aneinander.

"Das war ein Fehler", erklärt Glock hinterher mit kratziger Stimme. "Ich war eigentlich gar nicht in der Situation, angreifen zu können und wollte mich nur mal zeigen. Dann hatte ich beim Anbremsen aber stehende Hinterreifen und musste die Bremse ein bisschen aufmachen. Ich habe noch gehofft, dass er mich sieht. Aber ich bin dann über den Randstein in ihn reingerutscht - also: klar mein Fehler."

Die Konsequenz: Beide fielen ans Ende des Feldes zurück. Auer musste sieben Runden vor Schluss sogar mit Bremsproblemen aufgeben. "Das Auto war so kaputt nach dem Zwischenfall in der zweiten Runde, dann ging die Bremse nicht mehr", sagt er. "Bevor ich auch noch einschlage, habe ich mir gedacht, riskier ich es lieber nicht, die paar Runden zu fahren. Der Unterboden war weg und dann gehen unsere Autos nicht mehr."

Auer mit gebrauchtem Wochenende

Dabei hatte Auer von Startplatz fünf aus einen Raketenstart hingelegt. Schon am Samstag war er von Platz vier gestartet, konnte im Rennen aber nur Elfter werden. Denn in Rennen 1 war sein Start weniger gut gewesen, weswegen er sich zu einem frühen Boxenstopp hinreißen ließ. Zu Rennende brachen seine Reifen ein.

Glock hatte einen gegenteiligen Samstag erlebt. Er startete nur von Platz zwölf, konnte unter anderem aber auch von den Problemen profitieren, die einige mit der der neuen Luftdruck-Regelung hatte. So fand er sich in der Endphase dicht hinter seinem Hockenheim-Spezi Gary Paffett wieder. Der Angriffsversuch scheiterte nur knapp.

"Ich habe versucht, ihn so unter Druck zu setzen, dass er Kampflinie fahren muss", so Glock. "Aber er hat mich einmal berührt und dann sind mir die Räder stehen geblieben. Dadurch bin ich geradeaus gefahren. Ich hätte wohl dranbleiben und es auf Start/Ziel versuchen sollen. Aber hätte, wäre, wenn... Ich hatte gemerkt, dass sie einen sehr guten Topspeed haben, und habe mich schon vorher bei den anderen Mercedes schwergetan. Am Ende war es wohl ein kleiner Fehler."

Genesungszeit bis Spielberg

Glock hat nun bis zum kommenden Rennwochenende in Spielberg Zeit, seine Erkältung auszukurieren. Und Auer will bis zu einem Heimspiel versuchen, das Rennen zu "verdauen", wie er es ausdrückt. Dann startet erneut die Mission Heimsieg, die ihn bisher noch nicht erfolgreich gelungen ist.

"Hätte ich nichts dagegen", sagt er. "Aber das müssen wir schauen. Dieses Wochenende waren alle drei Hersteller sehr konkurrenzfähig. Wenn wir alles zusammen bekommen, sind wir sicher Kandidaten für ganz oben. Wenn nicht, dann wird es schwierig. Spielberg war in den vergangenen Jahren immer schwierig für uns. Aber ich denke, in diesem Jahr sind wir gut. Ich weiß aber noch nicht, wie gut. Müssen wir abwarten."

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