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Zweiter Saisonsieg für den Audi-Piloten

René Rast gewinnt DTM-Showdown am Nürburgring

08.09.2018 14:36
Rast fuhr in seinem Audi einen Start-Ziel-Sieg ein
Rast fuhr in seinem Audi einen Start-Ziel-Sieg ein

Vorjahresmeister René Rast hat am Nürburgring seinen zweiten Saisonsieg in der DTM eingefahren. Der Audi-Pilot fuhr von der Pole Position aus ein souveränes Rennen.

Nach 40 Runden kam er vor Bruno Spengler (2./BMW) und Gary Paffett (3./Mercedes) ins Ziel und bescherte sich und den Ingolstädtern den zweiten Saisonsieg. Gegen Rennende verkürzte Spengler den Rückstand auf den Führenden Rast und wollte sich seinen ersten Sieg 2018 schnappen. Doch der amtierende Champion behielt die Nase vorn und brachte den ersten Platz ins Ziel.

"Ein perfekter Tag! Erster im Training, Pole und Sieg, das ist ein großartiger Tag", sagt ein glücklicher Sieger Rast. "Das Rennen war hart, vor allem die letzten fünf bis zehn Minuten. Bruno hat aufgeholt und ich hatte keine Pace mehr. Ich habe alles gegeben, was ich konnte. Der Sieg ist toll und auch super für die Meisterschaft."

Die Top 10 komplettierten Timo Glock (4./BMW), Marco Wittmann (5./BMW), Mike Rockenfeller (6./Audi), Pascal Wehrlein (7./Mercedes), Loic Duval (8./Audi), Augusto Farfus (9./BMW) und Nico Müller (10./Audi).

Gass total happy: "Ein fantastisches Ergebnis"

"Ein fantastisches Rennen und super spannend am Ende!", jubelt Audi-Motorsportchef Dieter Gass. "Wir wussten nicht genau, ob René es ins Ziel bringen kann, weil er mit der Pace zu kämpfen hatte. Wir sahen Bruno von hinter näherkommen. Zum Glück hat René es geschafft und den zweiten Saisonsieg eingefahren. Ein fantastisches Ergebnis. Es sind drei weitere Audi in den Punkten, insgesamt ein sehr guter Tag für uns."

Polesetter Rast konnte die Führung vor Paffett behaupten und bog als Erster in die erste Kurve ein. Am Ende des Feldes kamen sich Edoardo Mortara und Robin Frijns in die Quere, beide konnten das Rennen aber fortsetzen.

Beim Start mussten alle 18 Autos mit dem vorgeschriebenen Mindest-Reifenluftdruck starten. Dadurch sollte verhindert werden, dass die Fahrer schon am Ende der ersten Runde ihren Pflicht-Boxenstopp absolvieren und dadurch möglicherweise Reifenschäden erleiden.

Robin Frijns und Jamie Green waren die ersten, die in der fünften beziehungsweise siebte Runde die Box ansteuerten und sich neue Reifen holten. Auch dieser Satz musste den Minimum-Luftdruck vorweisen.

Eng entschuldigt sich bei di Resta

In der zwölften Runde lieferten sich Philipp Eng und Paul di Resta einen heißen Kampf um Platz vier. Der Schotte ging zunächst am blauweißen BMW #25 vorbei, doch beim Einlenken in die Kurve ließ der Österreicher dem Mercedes-Fahrer zu wenig Platz und di Resta landete im Kiesbett. Di Resta konnte sein Auto aus dem Kies befreien, fiel aber zwischenzeitlich auf den zwölften Rang zurück. Eng wurde für das Vergehen von der Rennleitung mit einer Durchfahrtsstrafe belegt und fiel ans Ende des Felds zurück.

"Das war unglücklich. Es tut mir leid für Paul, dass wir Kontakt gehabt haben. Aber ich glaube, dass die Lücke einfach da war, dann war sie plötzlich nicht mehr da. Es tut mir wirklich leid für ihn und für Mercedes, aber in dem Moment muss man sich immer die Frage der Vermeidbarkeit stellen. Die war zu dem Zeitpunkt einfach nicht mehr gegeben. Da haben wir beide etwas draus gelernt", bedauert Eng.

"Abgesehen von der Podiumsplatzierung von Gary können wir mit dem Tag heute überhaupt nicht zufrieden sein", hadert Mercedes-DTM-Teamchef Ulrich Fritz mit dem Ergebnis. "Außer Pascal haben alle Fahrer Positionen im Rennen verloren. Das lag zum einen an einigen Zwischenfällen, zum anderen an den neu vorgegebenen Mindest-Reifendrücken. Da hat unsere Abstimmung einfach noch nicht ganz gepasst und ist sicher etwas, das wir uns für morgen genau anschauen müssen."

Paffett enttäuscht

"In jedem Rennen geht es jetzt darum, möglichst viele Punkte zu sammeln. Trotzdem bin ich enttäuscht: Ich bin aus der ersten Reihe gestartet und auf Platz drei ins Ziel gekommen. Das ist nicht so gut, wie wir sein wollen", sagt Paffett. "Und wir müssen noch Speed für morgen finden, denn die BMWs sahen gut aus und René ebenso. Aber das Podium heute war exzellent. Ich meine, Timo hatte mich schon, aber dann hat er einen Fehler gemacht. Das waren gute Punkte. Ich freue mich auf morgen."

Im 15. Umlauf legte sich Spengler den vor ihm fahrenden Paffett zurecht und ging Ende Start-Ziel am Mercedes vorbei. Für den Kanadier lief es in der Eifel bislang vielversprechend: Startplatz drei war sein bislang bestes Saisonergebnis im Qualifying. Platz zwei am Samstag ist sein bestes Rennergebnis 2018.

 

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Nürburgring 2018

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