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NFL 2019: Hymnenprotest, Rekordverträge und ein Novum

06.09.2018 12:29
Tom Brady und Co. gehören wieder zu den Favoriten
© getty, Streeter Lecka
Tom Brady und Co. gehören wieder zu den Favoriten

Die NFL startet am Donnerstag in ihre 99. Saison. Die wichtigsten Fragen zur US-amerikanischen Football-Profiliga vorab beantwortet.

Wann sind die wichtigsten Termine?

In der Nacht zu Freitag (2:20 Uhr MESZ) geht es mit dem Duell zwischen Super-Bowl-Champion Philadelphia Eagles und den Atlanta Falcons los. Die Hauptrunde endet nach 17 Spieltagen am 30. Dezember, die Playoffs beginnen am 5. Januar 2019 mit dem Wildcard-Weekend. Der 53. Super Bowl (LIII) wird am 3. Februar in Atlanta/Georgia ausgetragen. Gespielt wird im gut 1,4 Milliarden Dollar teuren Mercedes-Benz Stadium.

Wie viele deutsche Spieler sind diesmal dabei?

Nur zwei. Equanimeous St. Brown hat bei den Green Bay Packers als Rookie die Reduzierung des Aufgebots auf 53 Spieler ("roster cut") überstanden und darf damit auf Einsätze hoffen. Der Wide Receiver, an 207. Stelle von den Packers gedraftet, ist erst 21 Jahre alt. Linebacker Mark Nzeocha (28) verdiente sich bei den San Francisco 49ers einen Platz.

Wer sind die Favoriten?

Auch wenn Star-Quarterback Tom Brady bereits 41 Jahre alt ist, sein Lieblings-Passempfänger Julian Edelman für die ersten vier Spiele wegen einer Dopingsperre fehlt und Wide Receiver Danny Amendola zu den Miami Dolphins wechselte, sind die New England Patriots erneut der Titelkandidat Nummer eins. Ebenso ist mit Super-Bowl-Champion Philadelphia Eagles zu rechnen - auch wenn der Saisonstart etwas holprig werden könnte, da viele Leistungsträger noch nicht wieder fit sind. Die Minnesota Vikings und die New Orleans Saints sollte man auf der Rechnung haben.

Was war in der Sommerpause los?

Es wurden reihenweise Rekordverträge abgeschlossen. Die Green Bay Packers haben Aaron Rodgers zum bestbezahlten Quarterback der Geschichte gemacht, der Routinier soll für vier Jahre umgerechnet 115 Millionen Euro bekommen. Bei den Chicago Bears holt sich Khalil Mack in den kommenden sechs Spielzeiten umgerechnet 121 Millionen Euro ab. Der Neuzugang ist damit der bestbezahlte Verteidiger der NFL.

Gibt es neue Regeln?

Ja. Künftig hat es Konsequenzen, wenn Spieler mit gesenktem Kopf voran in ihren Gegner gehen. Ein derartiges Verhalten kann mit einer 15-Yards-Strafe oder sogar einer Hinausstellung geahndet werden. Während der Vorbereitung gab es große Proteste, da eine Vielzahl von Strafen ausgesprochen wurde. Die NFL entschied aber dennoch, an der neuen Helmregel festzuhalten.

Welches Thema bewegt die NFL?

Nach wie vor der Hymnenprotest. Die 32 Klubbesitzer beschlossen im Frühjahr eine neue Benimmregel, die es Spielern vorschreiben sollte, zu stehen, wenn "The Star-Spangled Banner" läuft. Die Profis sollten zum Protest in der Kabine bleiben. Doch die Spielergewerkschaft NFLPA legte Beschwerde ein, die Regel wurde ausgesetzt. Bislang gibt es keine Einigung zwischen den Parteien.

Was gibt es sonst noch?

Bei den Seattle Seahawks wird Rookie Shaquem Griffin als erster einhändiger NFL-Profi zum Einsatz kommen. Trainer Pete Carroll kündigte an, den Linebacker in die Startformation zu stellen. Griffin, dem im Alter von vier Jahren die linke Hand amputiert wurde, war im NFL-Draft in der fünften Runde von den Seahawks ausgewählt worden und unterschrieb wenige Wochen später einen Vierjahresvertrag beim Super-Bowl-Champion von 2014.

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