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Tänak gewinnt Deutschland-Rallye im Stil eines Champions

19.08.2018 13:29
Ott Tänak dominierte die Deutschland-Rallye
Ott Tänak dominierte die Deutschland-Rallye

Ott Tänak beweist am Finaltag der ADAC Rallye Deutschland Nervenstärke und sichert sich souverän den Sieg. Zwei prominente Ausfälle bringen die WM-Kandidaten Thierry Neuville und Sebastien Ogier nach vorne.

Im Stile eines Champions hat Ott Tänak einen ereignisreichen Abschlusstag bei der ADAC Rallye Deutschland ohne Probleme über die Bühne gebracht und sich seinen dritten Sieg in dieser Saison gesichert. Für den Esten war es zugleich der zweite Sieg in Folge bei der "Deutschland".

Der Toyota-Pilot übernahm schon nach der ersten von 18 Wertungsprüfung die Führung, seit dem dritten Abschnitt lag er ununterbrochen vorne. Platz zwei belegte der WM-Führende Thierry Neuville vor dem Finnen Esapekka Lappi und Weltmeister Sebastien Ogier.

"Es war ein sehr hartes Wochenende für uns", sagte Tänak. Bereits am Freitag legte Tänak den Grundstein für den Erfolg. Er gewann fünf der sechs Tagesprüfungen und setzte sich an der Spitze des Klassements ab. Einzig Ogier konnte das Tempo einigermaßen halten, ein Reifenschaden am Samstag brachte ihn jedoch um alle Siegchancen. Zwischenzeitlich war der 34-Jährige bis auf Platz sieben zurückgefallen, am Ende konnte Ogier noch ein paar Plätze aufholen.

Dabei profitierte der Franzose von zwei prominenten Ausfällen auf der ersten Prüfung am Sonntag. Der Spanier Dani Sordo (Hyundai), vor dem Abschlusstag auf Rang zwei klassiert, kam in den Weinbergen von der Straße ab, die Folge waren schwere Schäden an seinem Auto. Er beendete die Prüfung zunächst, vor dem nächsten Abschnitt musste er aber aufgeben. So weit kam der Finne Jari-Matti Latvala erst gar nicht. Der Toyota-Pilot lag nach dem Samstag auf Rang drei, doch ein Getriebeproblem zwang ihn noch während der ersten Prüfung am Sonntag zur Aufgabe.

Zwar rückte Ogier durch die zwei Ausfälle nach vorne, doch wirklich glücklich war er nicht, denn der WM-Führende Thierry Neuville belegte durch das Pech der Konkurrenten einen unverhofften zweiten Platz. Bis zu Ogiers Reifenschaden am Samstag sah es so aus, als könnte der fünfmalige Weltmeister den Rückstand in der WM-Wertung verringern, stattdessen baute Neuville die Führung auf 23 Punkte aus. Auch Tänak konnte trotz seines Sieges nur wenig Boden in der WM gutmachen. Auf Platz drei fehlen dem 30-Jährigen vier Rennen vor Saisonende 36 Punkte auf Neuville.

Ein starkes Ergebnis lieferte Marijan Griebel ab. Der amtierende U28-Europameister fuhr in seinem ersten Einsatz in der höchsten Fahrzeugklasse im Rahmen der Rallye-Weltmeisterschaft auf den achten Platz. Griebel fuhr mit einem älteren Citroen, der baugleich mit jenem Fahrzeug ist, mit dem Rallye-Legende Sebastien Loeb 2011 und 2012 die beiden letzten seiner insgesamt neun WM-Titel gewann. "Es war ein Traum. Wir hatten das gesamte Wochenende keine Fehler, deshalb sind wir sehr zufrieden mit unserer Leistung. Ich habe es wirklich genossen", sagte Griebel.

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