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Niki Lauda hatte nur noch wenige Tage zu leben

08.08.2018 11:52
Niki Lauda hat die Operation hervorragend überstanden
Niki Lauda hat die Operation hervorragend überstanden

Formel-1-Legende Niki Lauda ist wenige Tage nach seiner Lungentransplantation auf einem guten Weg. Bei optimalem Behandlungsverlauf könne der 69-Jährige die Klinik in "zwei bis drei Wochen verlassen", wie das Allgemeine Krankenhaus in Wien mitteilte.

Der dreimalige F1-Weltmeister sei nach Klinikangaben bei Bewusstsein. Die transplantierte Lunge habe ihre Funktion übernommen. Ein insgesamt sehr erfreulicher Verlauf. Patienten, die solch einen Eingriff hinter sich haben, können trotz der Transplantation in der Regel eine hohe Lebensqualität haben. "Sie können das Gleiche erreichen wie gesunde Menschen", betonte Professor Peter Jaksch.

Allerdings ein Risiko bleibt. "Die Überlebensraten sind bei uns in Wien bei über 90 Prozent Ein-Jahr-Überlebensrate und um die 75 Prozent Fünf-Jahr-Überlebensrate." Jeder Transplantierte bleibe "lebenslang ein Patient", erklärte Walter Klepetko, Laudas behandelnder Arzt.

Dass das Leben des Österreichers am seidenen Faden hing, betonte Professor Marco Idzko. "Ich möchte klarstellen, dass Herr Lauda zu keinem Zeitpunkt an einer normalen Sommergrippe erkrankt war. Er litt vielmehr an einer Hämorrhagischen Alveolitis, dies ist eine Entzündung der Lungenbläschen."

Im Verlauf der Behandlung der Krankheit sei es zu einer schweren, akuten Lungenentzündung gekommen, so der Arzt. "Dies führte letztlich zur Zerstörung von funktionstüchtigem Lungengewebe. Die Krankheit geht mit einer hohen Sterblichkeitsquote einher."

Spender-Lunge aus Deutschland

Lauda hatte eine Lebenserwartung von "wenigen Tagen, maximal Wochen", betonte Professor Konrad Hötzenecker. "Höchste Dringlichkeitsstufe für eine Lungentransplantation". Bei einem derart akuten Fall wie bei Lauda sei man allerdings davon ausgegangen, "dass er innerhalb der nächsten Tage ein passendes Organ zugewiesen bekommt. Das ist keine Besonderheit." Die mittlere Wartezeit liege in solchen Fällen bei fünf Tagen.

Bei der Pressekonferenz des Ärzte-Teams wurde auch bekannt, dass das Spender-Organ aus Deutschland kam. Es wurde von den Spezialisten aus Wien vor Ort entnommen und binnen weniger Stunden verpflanzt.

Der 69-Jährige hatte sich am Donnerstagmorgen einer Lungentransplantation unterziehen müssen. "Die Situation war insofern an der Spitze, denn er wurde die letzten sieben Tage nur durch eine Art Herz-Lungen-Maschine am Leben gehalten", hatte Klepetko im Gespräch mit "RTL.de" klargestellt. 

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