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Palmer: Ricciardo bei RB "in Verstappens Schatten"

06.08.2018 15:34
Daniel Ricciardos Teamduell mit Max Verstappen endet mit der Saison 2018
Daniel Ricciardos Teamduell mit Max Verstappen endet mit der Saison 2018

Die Verkündung des Wechsels Daniel Ricciardos von Red Bull zur Renault-Werksmannschaft in der Formel-1-Saison 2019 hat in der Szene nicht nur für großes Erstaunen gesorgt, sondern auch Skeptiker auf den Plan gerufen. Zu ihnen gehört Jolyon Palmer. Der im vergangenen Jahr von den Franzosen geschasste Pilot bezeichnet die Entscheidung im Gespräch mit der "BBC" als ein großes Wagnis.

Palmer spricht von einem "Schritt zurück" für Daniel Ricciardo. "Das Team befindet sich im Aufwärtstrend, aber aktuell liegt es im Rückstand. Da kann es keine zwei Meinungen geben." Palmer vermutet, dass der Australier dem Teamduell mit Max Verstappen aus dem Weg gehen wollte: "Ich glaube - so geht es ihm wahrscheinlich auch -, dass er bei Red Bull nun in Verstappens Schatten rutscht."

Daher würde das Team zu "einem gefährlichen Pflaster" für Ricciardo. Bei Renault hingegen seien die Verantwortlichen begeistert von dem Transfer und würden ihre Hoffnungen in den Neuzugang setzen. "Die ganze Dynamik in der Truppe ist für ihn bei Renault ein bisschen besser", analysiert Palmer.

Ricciardo verspricht vollen Einsatz

Die jüngsten Ergebnisse untermauern die These von der Flucht vor Verstappen nur zum Teil: Ricciardo gewann 2018 zwei Rennen, während der Niederländer nur einen Grand-Prix-Erfolg landete. Auch in der WM-Tabelle führt er den Red-Bull-Zweikampf mit 118:105 an. Allerdings schien Verstappen zuletzt stärker in den Qualifyings und hat im Duell die Nase mit 3:9 vorne. Nur bei McLaren und Ferrari ist es klarer.

Ricciardo selbst äußert sich auf seinem persönlichen Twitter-Account per Video zu seiner Entscheidung und spricht von der "mit Abstand schwierigsten Entscheidung" seiner Motorsport-Karriere. Er sagt aber auch: "Ich denke, es wird gesund für mich sein." Red Bull dankt er aus tiefstem Herzen für die Förderung seiner Karriere und verspricht vollen Einsatz bis zum Schluss: "Wir müssen noch einigen Leuten in den Hintern treten!"

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