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Schäfer stürzt vom Balken und verpasst Medaille

05.08.2018 17:53
Weltmeisterin Pauline Schäfer stürzte beim Schäfer-Salto. Foto: Andrew Cowie/EPA
© dpa
Weltmeisterin Pauline Schäfer stürzte beim Schäfer-Salto. Foto: Andrew Cowie/EPA

Sie lächelte gequält und schüttelte nur den Kopf. Weltmeisterin Pauline Schäfer hat die erste EM-Medaille für deutsche Turnerinnen am Schwebebalken seit 31 Jahren verpasst.

Nur zehn Monate nach ihrem WM-Erfolg in Montreal stürzte die 21 Jahre alte Chemnitzerin bei den European Championships in Glasgow ausgerechnet bei dem von ihr kreierten Schäfer-Salto.

Mit 12,40 Punkten reichte es daher nur zum sechsten Platz. Der Sieg ging an Olympiasiegerin Sanne Wewers aus den Niederlanden mit 13,90 Punkten.

Zuvor hatte die Stuttgarterin Kim Bui bei ihren achten Europameisterschaften im Finale am Stufenbarren als Vierte mit 14,20 Punkten ihre zweite EM-Medaille nach 2011 knapp verpasst. "Ich werde das jetzt verarbeiten, morgen geht die Sonne wieder auf", tröstete sie sich, räumte aber ein: "Ein vierter Platz tut immer weh."

Sarah Voss aus Köln, die mit drei Abstürzen in der Qualifikation mitverantwortlich für das Verpassen des Team-Finals der deutschen Riege war, konnte über Platz vier im Sprung-Wettbewerb (14,083) dennoch strahlen. "Ich bin super zufrieden, ich habe richtig einen rausgehauen", meinte sie nach Rang acht im Vorkampf.

Dort hatte Pauline Schäfer mit ihrer soliden Übung noch das komplette Desaster der Deutschen abgewendet, nach dem zwei ihrer jüngeren Gefährtinnen gleich je dreimal vom Schwebebalken abgestiegen waren. "Das war ganz bitter. Aber kein Weltuntergang. Das Ding ist nun mal nur zehn Zentimeter breit", hatte die Chemnitzerin danach versucht, die Youngster ein wenig zu trösten.

Sie selbst hatte noch auf Sicherheit geturnt und einige Schwierigkeiten weggelassen. Dennoch erwähnte sie stets, dass sie mit guten Erinnerungen nach Glasgow gereist war. Schließlich hatte Schäfer in der Hydro Arena vor drei Jahren mit WM-Bronze ihre erste internationale Medaille erkämpft. "Wenn ich mein Zeug turne, muss ich mir im Finale keinen Kopf machen", hatte die Weltmeisterin zuvor große Hoffnungen geäußert und versucht, den Druck von sich zu nehmen. "Die Lust auf eine EM-Medaille war sehr, sehr groß", gestand sie jedoch ein.

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