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Pauline Schäfer geht für EM-Gold ins Risiko

04.08.2018 13:01
Pauline Schäfer erhöht den Schwierigkeitsgrad ihrer Balken-Übung
© getty, Minas Panagiotakis
Pauline Schäfer erhöht den Schwierigkeitsgrad ihrer Balken-Übung

Auch eine Weltmeisterin darf sich nie ausruhen: Wenn Pauline Schäfer am Sonntag bei den European Championships in Glasgow an den Schwebebalken geht, wird ihre Übung schwieriger sein als bei ihrem überraschenden WM-Coup im vergangenen Jahr in Montreal.

Mit ihren 21 Jahren hat die Sportsoldatin aus Chemnitz dank ihrer Routine mehrere auf die jeweilige Situation abgestimmte Vorträge im Repertoire. Im Kunstturnen ist der Ausgangswert die dafür erforderliche Stellschraube, an der gedreht wird.

"Ich entscheide das eigentlich meistens selbst und kann in solchen Situationen gut umschalten", sagt die gebürtige Saarländerin, die schon vor drei Jahren WM-Bronze am "Zitterbalken" gewann - ebenfalls in der schottischen Metropole.

Bei 5,5 Punkten lag Schäfers Ausgangswert vor einem Jahr in Kanada. In der Qualifikation am Donnerstag reduzierte sie sicherheitshalber auf 5,3. Im Kampf um die erste EM-Medaille ihrer Karriere soll und muss mehr Risiko her, geplant sind 5,7 Zähler.

Koch: "Pauline macht ihr Ding"

Teamchefin Ulla Koch hat keine Bedenken, dass Schäfer von ihrer eigenen Variabilität überfordert wird. "Pauline geht da mittlerweile raus und macht ihr Ding", beschreibt die Cheftrainerin die Gemütslage der Zeitsoldatin, bevor es ernst wird auf dem Turnpodium.

Doch die Balken-Queen wird in der Hydro-Arena kämpfen müssen, denn auch die Herausforderinnen haben nachgerüstet. So hat beispielsweise die Französin Marine Boyer eine Übung mit einem Ausgangswert von 5,9 Punkten angekündigt.

Aber über die Gesamtnote entscheidet eben auch die Bewertung für die Ausführung der Elemente und da beeindruckt Schäfer durch Eleganz und Ausdrucksstärke auf dem gerade einmal zehn Zentimeter schmalen Balken. Wenn nicht doch ein Sturz das Gesamtkunstwerk zerstört...

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