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Medaillen-Hoffnungen ruhen auf Weltmeisterin Schäfer

03.08.2018 08:24
Weltmeisterin Pauline Schäfer trägt am Schwebebalken nun auch die Hoffnungen der Riege auf eine EM-Medaille
© getty, Minas Panagiotakis
Weltmeisterin Pauline Schäfer trägt am Schwebebalken nun auch die Hoffnungen der Riege auf eine EM-Medaille

Das war ein EM-Auftakt mit Licht und Schatten. Das Team-Finale zu erreichen hatten sich die deutschen Turnerinnen fest vorgenommen, manch einer hatte ihnen sogar eine Team-Medaille in Glasgow zugetraut. Doch sechs Balken-Absteiger verhinderten selbst das Erreichen des Minimalziels.

Doch nach dem nunmehr arbeitsfreien Samstag geht der Blick voraus. Dreimal stehen die Deutschen am Sonntag in den Gerätefinals. So stehen ihre Chancen:

PAULINE SCHÄFER: Auf der Weltmeisterin ruhen die Medaillen-Hoffnungen. Obwohl die Chemnitzerin das Risiko etwas minimierte und in der Qualifikation einige Elemente aus ihrer Übung aussparte, kam sie mit 13,50 Zählern punktgleich mit Vorkampfsiegerin Nina Derwael aus Belgien auf den zweiten Platz.

"Ich werde jetzt eine Nacht drüber schlafen. Ein kleines Ausrufezeichen habe ich gesetzt - jetzt will ich das Finale genießen." Dann vielleicht sogar mit einer schwierigeren Übung als beim Gewinn ihres WM-Titels im Vorjahr in Montreal.

KIM BUI: Die mit 29 Jahren routinierteste Turnerin der Riege hat es wieder geschafft. Bereits zum elften Male erreichte die Stuttgarterin bei ihrer achten EM-Teilnahme ein Finale. Die Bronzemedaille von Berlin 2011 war aber bisher ihre einzige.

Bei noch sauberer Ausführung ihrer Übung scheint sieben Jahre später eine Wiederholung möglich. "Ich habe gemischte Gefühle. Das Team-Ziel haben wir verpasst, aber meine persönlichen Pläne sind aufgegangen", meinte sie nach dem Vorkampf.

SARAH VOSS: "Bei mir überwiegt die Traurigkeit", sagte die Kölnerin. Und das, obwohl sie bei ihrer erst zweiten EM-Teilnahme am Sprung ihr erstes Finale erreicht hatte. Doch am Balken gehörte sie mit drei Abstürzen und somit einer katastrophalen Note zu den Verursachern der Team-Pleite.

"Das war wirklich ein kleiner Dämpfer", gab die 18-Jährige kleinlaut zu. "Ich bin frustriert und sehr traurig, denn wir waren alle sehr gut vorbereitet." Im Sprung hofft sie nun, dass es von Platz acht in der Qualifikation "noch einen Tick nach oben geht." Eine Medaille scheint außer Reichweite.

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