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Pauline Schäfer als neue Führungskraft nach Glasgow

31.07.2018 10:39
Auf Pauline Schäfer ruhen die deutschen Hoffnungen in Glasgow
© getty, Minas Panagiotakis
Auf Pauline Schäfer ruhen die deutschen Hoffnungen in Glasgow

Neue Rolle für Pauline Schäfer: Nach dem Ausfall dreier Spitzenturnerinnen ist die Schwebebalken-Weltmeisterin bei der EM in Glasgow die neue Führungskraft der deutschen Riege

Schwebebalken-Weltmeisterin ist Pauline Schäfer bereits seit neun Monaten, seit Wochenbeginn ist die Chemnitzerin auch erstmals die neue sportliche Führungskraft der deutschen Kunstturnerinnen. Bei den Titelkämpfen ab Donnerstag im Rahmen der European Championships in Glasgow lastet mehr Verantwortung denn je auf ihren durchaus kräftigen Schultern.

Zusammen mit der mittlerweile 29 Jahre alten Kim Bui soll und muss die gebürtige Saarländerin die deutsche Riege ins Teamfinale am Samstag hieven. Weitgehend ohne ihre von Olympia vertrauten Mitstreiterinnen, denn Schäfers Vereinskollegin Sophie Scheder, Olympia-Dritte 2016 am Stufenbarren, sowie die Stuttgarterinnen Elisabeth Seitz und Tabea Alt fehlen verletzungsbedingt.

Alle Augen auf Schäfer?

Für Teamchefin Ulla Koch sind diese Ausfälle bedauerlich, aber kein Grund für Ausreden. "Wir haben dennoch ein gutes Team zusammengestellt, das mehrere Finalchancen hat", sagte die Bundestrainerin. Schließlich ist die Kölnerin Sarah Voss schon mit EM-Erfahrung nach Schottland gereist, Neulinge auf diesem Niveau sind allerdings die beiden Karlsruherinnen Leah Grießer und Emma Höfele.

Aber die meisten Augen werden ohnehin auf Schäfer gerichtet sein. Für die 21-Jährige scheint es sich auszuzahlen, dass sie es zu Jahresbeginn ruhiger angehen ließ, sich auf das Einüben neuer Elemente konzentrierte und erst im Juni auf die Wettkampfbühne zurückkehrte. Parallel holte sie auf der Abendschule das Abitur nach.

"Ich habe im Training erreicht, was ich wollte"

"Im Großen und Ganzen kann ich zufrieden sein. Ich habe im Training das erreicht, was ich erreichen wollte", erklärte Schäfer. Schließlich möchte sie zunehmend nicht nur als Balkenspezialistin, sondern auch als Mehrkämpferin wahrgenommen werden. Immerhin erturnte sie über alle vier Geräte bei den letztjährigen deutschen Meisterschaften in Berlin schon den zweiten Platz.

Im Kampf um den Mannschaftstitel dürfte es zu einem Duell zwischen Titelverteidiger Russland und Gastgeber Großbritannien kommen. Rekord-Europameister Rumänien hingegen befindet sich inmitten eines kompletten Neuaufbaus.

Das DTB-Aufgebot für Glasgow: Pauline Schäfer, Kim Bui, Sarah Voss, Leah Grießer, Emma Höfele.

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