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Zweiter Vorfall nach Bahrain

Diskussionen nach erneutem Bluff-Stopp von Mercedes

30.07.2018 15:56
Nicht immer, wenn die Mercedes-Crew ausrückte, kam auch ein Auto vorgefahren
Nicht immer, wenn die Mercedes-Crew ausrückte, kam auch ein Auto vorgefahren

Die FIA steht offenbar zu ihrer fragwürdigen Regelauslegung, wenn es um angetäuschte Boxenstopps geht. Obwohl laut Artikel 28.12 des Sportlichen Reglements der Formel 1 den Buchstaben des Gesetzes zufolge verboten, wurde ein solches Manöver der Mercedes-Mannschaft beim Bahrain-Grand-Prix im April nicht geahndet. Und auch am Sonntag in Ungarn blieb die Rennleitung untätig.

Als die Mechaniker der Silberpfeile in Runde 51 mitsamt Reifen in die Boxenstraße stürmten, hätte man aufgrund der kurz zuvor eingeläuteten virtuellen Safety-Car-Phase an einen Stopp - mutmaßlich von Valtteri Bottas - glauben können. Doch Pustekuchen, die Crew schlich unverrichteter Dinge wieder zurück. Charlie Whiting wollte wohl erneut nicht beurteilen, ob es Täuschung oder Vorsicht war.

"Wenn wir ihnen einen Bluff vorwerfen, sagen sie nur: 'Wir wollten ihn ja reinholen, aber wir haben unsere Meinung geändert'", erklärte er "Motorsport-Total.com" bereits nach dem Vorfall in Bahrain. "Manchmal entscheiden sie sich eben spät, doch nicht an die Box zu kommen. Oder sie funken: 'Mach das Gegenteil von dem, was der vor dir macht!' Das können wir auch nicht einfach unterbinden."

In Artikel 28.12 des Sportlichen Reglements heißt es aber, dass sich Teampersonal nur in der Boxengasse aufhalten darf, wenn es anschließend am Auto arbeitet. Sobald diese Tätigkeit abgeschlossen ist, müssen die Mechaniker zurück in die Garage. Der Paragraf wurde nach dem Deutschland-Grand-Prix 2013 eingeführt, als ein Kameramann von einem Rad von Mark Webbers Red Bull getroffen wurde.

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