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"Ich habe alles Politische ausgeblendet"

Andersen rechtfertigt Engagement als Nordkorea-Coach

29.07.2018 10:55
Trainierte zwei Jahre die nordkoreanische Auswahl: Jörn Andersen
© getty, Masashi Hara
Trainierte zwei Jahre die nordkoreanische Auswahl: Jörn Andersen

Der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig Jörn Andersen hat in seiner Zeit als Fußball-Nationaltrainer von Nordkorea trotz der brisanten politischen Lage keinen Einschränkungen erlebt.

"Als Ausländer bekommst du einen Aufpasser, einen Dolmetscher an die Seite gestellt. Der begleitet dich die ganze Zeit. Ich hatte das Gefühl, mich frei bewegen zu können", sagte der 55-Jährige der "Bild am Sonntag".

Der Norweger war von Mai 2016 bis März 2018 Trainer Nordkoreas und wurde dafür immer wieder kritisiert.

"Das Presse-Echo in Europa war natürlich sehr negativ. Aber mir war immer klar, dass ich nur wegen des Sports da hingehe, nicht aus politischen Gründen. Ich habe mich dort wohl gefühlt und alles Politische ausgeblendet", erklärte der erste ausländische Torschützenkönig der Bundesliga-Geschichte (1990).

Seit Juni ist Andersen Trainer des südkoreanischen Erstligisten Incheon United FC.

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