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"Ich denke, es ist schwierig, mich zu schlagen"

Fernando Alonso: Vandoorne ist schneller als Räikkönen

26.07.2018 16:06
Fernando Alonso (r.) hatte warme Worte für Teamkollege Stoffel Vandoorne
Fernando Alonso (r.) hatte warme Worte für Teamkollege Stoffel Vandoorne

Seit 2017 arbeitet Fernando Alonso mit Stoffel Vandoorne zusammen. Der Belgier konnte bislang kaum aus dem Schatten seines routinierten Garagennachbarn bei McLaren hervortreten. Dieser stärkt ihm jedoch den Rücken und überrascht mit der Aussage, dass Vandoorne besser sei als Ex-Champion Kimi Räikkönen.

Der Doppelweltmeister musste in seiner Karriere bereits gegen einige hochkarätige Teamkollegen antreten. Ob Jacques Villeneuve bei Renault, Lewis Hamilton und Jenson Button bei McLaren oder eben Kimi Räikkönen bei Ferrari, der Spanier traf auf einige Weltmeister.

"Ich denke, es ist schwierig, mich zu schlagen", betont Alonso. "Er ist immer ein kleines Stück hinter mir, aber wenn man sich mal meine vorherigen Teamkollegen ansieht, dann waren die noch weiter zurück als Stoffel", meint der Asturier und zieht einen Vergleich: "2014 waren es sechs oder sieben Zehntel zwischen Kimi und mir in jedem Rennen. Jetzt sind es weniger."

Der Spanier ist demnach der Ansieht, dass der Weltmeister der Saison 2007 weniger Fahrkönnen besitzt als der GP2-Meister der Saison 2015. Vergleicht man die nackten Zahlen, dann hat Vandoorne in den bisherigen Qualifyings 2018 durchschnittlich knappe vier Zehntelsekunden auf Alonso verloren.

2017 lag der durchschnittliche Rückstand bei 0,259 Sekunden. In der Duell-Wertung steht es 11:0 für den Spanier, 2017 konnte Vandoorne immerhin dreimal vor Alonso starten. Auch bei der durchschnittlichen Startposition liegt der Nachwuchspilot rund zwei Plätze hinter Alonso.

McLaren-Boss Brown: "Etwas stimmt nicht mit Stoffels Auto"

2014 erlebte Räikkönen sein insgesamt schwächstes Formel-1-Jahr. Ihm gelang kein Podestplatz, er wurde nur Zwölfter in der WM-Wertung. Alonso erkämpfte mit einem deutlich unterlegenen Ferrari immerhin zwei Podien und wurde WM-Sechster.

Auf einer schnellen Runde nahm er dem Finnen im Durchschnitt eine halbe Sekunde ab, er startete im Schnitt auch drei Positionen vor dem "Iceman". Allerdings hat sich der Finne in den Jahren darauf wieder etwas erholt, außerdem konnte er Alonso zu dessen Glanzzeit 2007 als Weltmeister ablösen. Vandoorne hingegen fehlen noch 20 Siege und 98 Podestplätze auf Räikkönen.

Alonso hat auch ein Eigeninteresse daran, den blassen Belgier zu loben, schließlich wertet das auch seine eigenen Leistungen auf. In einem unterlegenen McLaren versucht der Spanier nun bereits seit vier Jahren Wunder zu vollbringen, Vandoorne konnte besonders in den vergangenen Rennen nicht mithalten. In Großbritannien und Deutschland verlor er sieben beziehungsweise neun Zehntelsekunden auf Alonso im Qualifying.

Das sorgt auch bei McLaren-Geschäftsführer Zak Brown für Stirnrunzeln: "In den vergangenen Rennen wurde der Abstand etwas größer, das war ungewöhnlich. Es stimmt also etwas nicht mit Stoffels Auto, was ihn nicht zufriedenstellt, dadurch ist der Abstand größer als in der Vergangenheit. Wir müssen das nun verstehen und ihn technisch aber auch emotional unterstützen und ihm ein besseres Rennauto zur Verfügung stellen."

Alonso überzeugt: Vandoornes Marktwert sinkt nicht

In den vergangenen Wochen mehrten sich Gerüchte, wonach Vandoornes Sitz bei McLaren wackeln könnte. Auch weil ein gewisser Kimi Räikkönen mit dem Team in Verbindung gebracht wurde. Das Gerede rund um seine Person lässt den 26-Jährigen jedoch kalt.

Auch Alonso sorgt sich nicht, um den Ruf seines Teamkollegen. "Ich denke nicht, dass sein Marktwert sinkt. Es ist das Auto. In Silverstone und Deutschland haben wir gehört, dass das Auto unter den Erwartungen abliefert. Als Team versuchen wir, die Probleme zu finden und mit beiden Autos im selben Zustand die gleiche Leistung abzurufen."

Alonso rät zur Zurückhaltung: "Einfach mal abwarten!"

Vandoorne habe sein Talent bereits gezeigt, er müsse nichts mehr beweisen, so der Spanier. "Er war in jeder Nachwuchsserie Meister vor der Formel 1. Er ist in ein schwieriges Auto eingestiegen im Vorjahr und auch in diesem Jahr gibt es ein paar Probleme. Aber er ist okay. Sobald er ein Auto erhält, das abliefert, wird er auch bei der Performance sehr nahe dran sein", glaubt Alonso, der den Journalisten rät: "Einfach mal abwarten!"

Bei McLaren scheint man jedenfalls kaum verwundert zu sein, dass Vandoorne nicht auf einem Niveau mit Alonso mithalten kann. "Wie Fernando bereits sagte, hat ihn bislang kein Teamkollege geschlagen. Jeder der gegen Fernando fährt, wird also mit dem besten Fahrer der Neuzeit verglichen. Stoffel ist in den eineinhalb Saisonen immer knapp dran gewesen", verteidigt ihn Brown.

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