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Mercedes dominiert DTM-Auftakt in Zandvoort

Paffett siegt - Wehrlein flucht: "Was für ein Witz!"

14.07.2018 14:40
Pascal Wehrlein verpasste das Podium
Pascal Wehrlein verpasste das Podium

Sieg für Gary Paffett im ersten DTM-Rennen in Zandvoort. Nach 33 Runden überquerte der Mercedes-Fahrer vor seinen Teamkollegen Paul di Resta (2.), Lucas Auer (3.) und Pascal Wehrlein (4.) die Ziellinie und holte sich seinen dritten Saisonsieg.

Pole-Setter Gary Paffett musste sich am Start gegen Pascal Wehrlein behaupten, der gut von seiner Startposition wegkam. Doch an der Reihenfolge auf den vorderen Rängen änderte sich zunächst nichts und Paffett blieb vor seinen drei Teamkollegen Wehrlein, Paul di Resta und Lucas Auer. Audi-Mann Robin Frijns schnappte sich die beiden BMW vor ihm und ging an Marco Wittmann und Timo Glock vorbei für den fünften Platz.

Anschließend versuchte der Niederländer das in Führung liegende Mercedes-Quartett zu knacken und setzte Lucas Auer auf Platz vier unter Druck. In der fünften Runde konnte der Österreicher etwas Durchschnaufen, als Frijns in die Box zum Reifenwechsel abbog. Auer kam im 13. Umlauf zu seinem Pflichtboxenstopp und vor Nico Müller und dessen Teamkollegen Frijns wieder auf die Strecke.

Müller nutzte die Gunst der Stunde als Auer noch mit den kalten Reifen zu kämpfen hatte und schnappte sich den fünften Platz vom Österreicher. Auch Frijns versuchte erneut, am orangen Mercedes vorbeizugehen, aber ohne Erfolg.

Wehrlein wettert über Boxentaktik

Pech für Pascal Wehrlein: Beim Boxenstopp klemmte ein Rad, sodass der Mercedes-Mann nach eigenen Angaben "zehn Sekunden" in der Box verlor. "Was für ein Witz!", schimpfte er kurz darauf über den Funk. Durch den Zeitverlust fiel er hinter di Resta auf Platz vier zurück.

An der Spitze drehte Rene Rast einsam seine Runden und hatte rund 24 Sekunden Vorsprung vor Paffett herausgefahren, der bereits an der Box war. Doch in der 19. Runde sorgte Müller sorgte für eine Safety-Car-Phase, sodass der Vorsprung des amtierenden DTM-Champions dahin war, denn er konnte nicht rechtzeitig in die Box einbiegen, als das Safety-Car auf die Strecke kam.

An Müllers Audi gab es ein Problem mit einem sinkenden Reifendruck im linken Vorderrad. Der Schweizer versuchte noch eine Runde zu fahren, bevor er einen zweiten Boxenstopp absolviert hätte. Aber so weit kam er nicht.

Plattfuß stoppt Müller

"Ich hatte einen Plattfuß vorne links. Auf der Start-Ziel-Geraden habe ich es gemerkt und wollte die Runde noch zu Ende fahren. In Turn 2 ist der Reifen dann ganz kollabiert und ich im Reifenstapel gelandet", schildert Müller nach seinem Aus. "Das ist sehr frustrierend, denn Platz vier wäre drin gewesen. In einem solchen schwierigen Jahr wäre das ganz gut gewesen, aber leider wurde nichts draus."

Beim Neustart im IndyCar-Stil blieb Rast, der seinen Boxenstopp noch nicht absolviert hat, weiter vor Paffett. Wehrlein verlor einen Platz an Auer und fiel auf Rang fünf zurück. Erst in der vorletzten Runde kam Rast zum Reifenwechsel an die Box und wurde bis auf Platz zehn durchgereicht.

Am morgigen Sonntag beginnt um 9:15 Uhr das dritte Freie Training und um 11:20 Uhr das zweite Qualifying. Rennstart ist um 13:30 Uhr. 

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Zandvoort 2018

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