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Schach-Verband suspendiert umstrittenen Präsidenten

13.07.2018 15:52
Kirsan Ilyumzhinov wurde bis Januar 2019 suspendiert
Kirsan Ilyumzhinov wurde bis Januar 2019 suspendiert

Der Schach-Weltverband FIDE hat seinen umstrittenen Präsidenten Kirsan Ilyumzhinov wegen Verstößen gegen die Ethik-Regeln bis Januar 2019 suspendiert. Dies teilte die FIDE am Freitag mit.

Ilyumzhinov, ehemaliger Präsident der russischen Teilrepublik Kalmückien und seit 1995 FIDE-Vorsitzender, soll unter anderem dem Verband mit unwahren und provokativen Statements Schaden zugefügt, andere Vorstandsmitglieder diskreditiert sowie finanzielle Konflikte ausgelöst haben.

Ilyumzhinov ist seit Jahren umstritten. Unter anderem behauptete er, von Außerirdischen entführt worden zu sein. Zudem suchte er immer wieder die Nähe von Diktatoren. Während des libyschen Bürgerkriegs spielte er öffentlich mit dem später gestürzten Muammar al-Gaddafi Schach. Während des syrischen Bürgerkriegs besuchte er Machthaber Bashar al-Assad.

Seit 2015 steht Ilyumzhinov zudem auf der Sanktionsliste der USA. Er soll Geschäfte mit der Terrormiliz IS gemacht haben. Aufgrund dessen schloss die Schweizer Bank UBS Bankkonten der FIDE. Der Verband hat sich inzwischen von Ilyumzhinov distanziert. 

FIDE-Mitglieder tanzen "nach Pfeife der Amerikaner"

Der Kalmücke kündigte unterdessen an, vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen die Suspendierung vorzugehen. "Ich gebe nicht auf. Ich werde nicht zurücktreten, ich werde kämpfen. Das ist eine rein politische Entscheidung", sagte er dem Fernsehsender "REN TV" und bezichtigte einige FIDE-Mitglieder, "nach der Pfeife der Amerikaner zu tanzen."

Die FIDE wählt im Oktober einen neuen Präsidenten. Ilyumzhinov hatte angekündigt, nicht erneut zu kandidieren und unterstützt den ehemaligen russischen Vize-Premierminister Arkady Dvorkovich. Dieser tritt gegen den britischen Großmeister Nigel Short und den amtierenden FIDE-Vizepräsidenten Georgios Makropoulos (Griechenland) an.

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