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Nach WM-Debakel der deutschen Mannschaft

Lahm fordert: Löw muss "kollegialen Führungsstil" ändern

12.07.2018 20:19
Philipp Lahm (r.) hat sich zum WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft geäußert
Philipp Lahm (r.) hat sich zum WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft geäußert

Bundestrainer Joachim Löw muss aus Sicht von Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm nach dem Vorrunden-Aus bei der WM seinen kollegialen Führungsstil der letzten Jahre ändern.

Das sei kein Zeichen der Schwäche, sondern der Weiterentwicklung, meinte der 34 Jahre alte Ex-Bayern-Profi. " Er muss Individualisten klar machen, dass sie Verantwortung für die gesamte Mannschaft tragen. Er muss eine Kultur strafferer, klarerer Entscheidungen etablieren, als er selbst das gewohnt war", schrieb Lahm in einem Beitrag für das Portal "linkedin.com".

Mit Blick auf die umstrittenen Fotos von Mesut Özil und Ilkay Gündogan mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hätte es eine klarere Ansprache gebraucht, schrieb Lahm. Beiden hätte schnell und nachhaltig vermittelt werden müssen, dass sie sich öffentlich äußern und erklären, um nach außen und innen Identität zu stiften.

"Diese klare Ansprache ist unterblieben", stellte Lahm fest. "Das Trainerteam hat sich darauf verlassen, dass die praktizierte Führungskultur der vergangenen, erfolgreichen Jahre ausreicht, um einmal mehr erfolgreich zu sein."

In einem Interview der Wochenzeitung "Zeit" hatte Lahm seinem einstigen DFB-Auswahlkollegen Özil bescheinigt, sich innerhalb der Mannschaft immer tadellos und total kollegial verhalten zu haben. Er meinte aber auch: "Ich muss als Spieler wissen, wie ich mich innerhalb der deutschen Nationalmannschaft zu bewegen habe."

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