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Vor seinem schweren Unfall war bereits alles klar

Kubica bestätigt: Ferrari-Cockpit war schon sicher

11.07.2018 18:13
Realität 2018: Robert Kubica ist Ersatzfahrer im Williams-Team
Realität 2018: Robert Kubica ist Ersatzfahrer im Williams-Team

Robert Kubica und Fernando Alonso - so hätte das Dreamteam von Ferrari in der Formel-1-Saison 2012 aussehen sollen. Wie der Pole im Podcast "Beyond the Grid" nun erstmals öffentlich zugibt, waren die Verträge für ein solches Engagement bereits gemacht.

Der schwere Unfall bei einer italienischen Rallye machte jedoch einen Strich durch die Rechnung. Kubica war vor dem Saisonstart 2011 verunglückt, eine Leitplanke hatte dabei seinen rechten Unterarm schwer verletzt.

Auf die konkrete Frage, ob er 2012 der neue Ferrari-Teamkollege von Alonso geworden wäre, antwortet Kubica mit einem klaren "Ja!". Der Vertrag war in Zusammenarbeit mit dem damaligen Scuderia-Teamchef Stefano Domenicali entstanden. Bei den Roten hätte Kubica nach eigener Aussage weniger Geld verdient als zuvor bei Renault. "Es gibt immer mehrere Ziele. Das erste ist, überhaupt in die Formel 1 zu kommen. Dann will man sich etablieren, einen guten Ruf erwerben - was schon schwieriger ist. Und dann will man Weltmeister werden oder für Ferrari fahren. Und dem war ich sehr nahe."

Kubica wollte in Andorra nicht starten

Für Kubica wäre ein Traum in Erfüllung gegangen. Der Pole, der bereits in frühen Jahren seiner Kartkarriere aus seiner Heimat nach Italien übergesiedelt war, hat seit jeher eine Enge Bindung zu Ferrari. "Es war aber klar, dass ich im nächsten Team keine Rallyes mehr hätte fahren dürfen", sagt er. Beim Team aus Maranello waren die Vorgaben für die Piloten immer schon sehr strikt. Riskante Freizeitbeschäftigungen sind tabu. Der Rallyeeinsatz bei der Ronde di Andora 2011 hätte sein letzter sein sollen.

"Ich habe Rallyes genutzt, um insgesamt ein besserer Fahrer zu werden. Zum Beispiel wenn es darum geht, bei einsetzendem leichten Regen in der Formel 1 nicht gleich auf Intermediates zu wechseln, sondern auf Slicks zu bleiben und viele Positionen gut zu machen", sagt Kubica. "Es waren seltsame Umstände damals. Es war klar, dass es meine letzte Rallyefahrt sein würde. Ich wollte erst gar nicht starten. Ich wollte absagen. Aber als der Teamchef erzählte, wie viel Aufwand sie betrieben hatten, um es mir zu ermöglichen, da bin ich dann gefahren. Dann ist es passiert - das war's."

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