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Renault im Kreuzfeuer

Hülkenberg und Co. mit neuen "PS-Sorgen"

09.07.2018 15:37
Nico Hülkenberg spürt den Sauber-Atem: Ist die Antriebseinheit schuld?
Nico Hülkenberg spürt den Sauber-Atem: Ist die Antriebseinheit schuld?

Nico Hülkenbergs starker sechster Platz täuscht darüber hinweg: Renault hat in Silverstone deutliche Schwächen gezeigt.

Neben dem hohen Reifenverschleiß sorgt der PS-Nachteil inzwischen nicht nur beim Kunden Red Bull, sondern auch beim Werksteam für kritische Stimmen. "Uns fehlt ein bisschen die Geschwindigkeit auf den Geraden", klagt Hülkenberg, der vom Chaos nach dem Start profitiert hatte. "Ausgangs Kurve 7 bis hin zu Kurve 10 geht einiges an Zeit schon flöten."

Dabei handelt es sich um eine reine Vollgaspassage, die von Luffield durch die Copse-Kurve bis hin zu Maggots und Beckets reicht. "Da hat selbst Sauber auch ordentlich Leistung", fällt dem ratlosen Hülkenberg auf. "Ich weiß nicht, ob die ein Motoren-Update bekommen haben."

"Wir wollen das in den Griff kriegen"

Teamkollege Carlos Sainz, der genau in der Copse-Kurve mit Romain Grosjean kollidierte, fällt dies ebenfalls auf: "Ich weiß nicht, ob Mercedes und Ferrari zuletzt große Schritte gemacht haben, aber es sieht so aus, als wären Haas und Sauber überraschend schnell."

Man verliere in der genannten Copse-Kurve, die durch den enormen Abtrieb der aktuellen Autos seit einem Jahr für den Fahrer keine Herausforderung mehr darstellt, "viel Rundenzeit. Daher ist es klar, dass das auch an der Antriebseinheit liegt."

Daher fürchtet Sainz um Platz vier in der Kunstrukteurs-WM. "Das macht mir Sorgen, denn wir wissen, dass wir nicht mehr das schnellste Auto im Mittelfeld sind", sagt der Spanier, der im Qualifying nur auf Platz 16 kam. "Wir wollen das in den Griff kriegen."

"Wir müssen in der Fabrik unsere Hausaufgaben machen"

Noch liegt das Team mit Sitz in Enstone in der Konstrukteurs-Wertung 19 Punkte vor Haas und 21 Zähler vor Force India. Und Sainz glaubt, dass sich das Team wieder an der Spitze des Mittelfeldes zurückmelden wird: "Wir haben noch viele Rennen vor uns, und es gibt viele Strecken, auf denen wir viel stärker als in Silverstone sein werden. Wir müssen in der Fabrik unsere Hausaufgaben machen, dann schaffen wir es wieder an die Spitze."

Und auch Hülkenberg ist der Ansicht, dass Renault in Silverstone etwas unter Wert geschlagen wurde. "Wir hatten ein paar Böcke drin - beim Set-up und beim Auto. Wir haben Zeit verloren, um Sachen zu testen. Insgesamt waren wir das ganze Wochenende über etwas im Hintertreffen, und das Auto hat nicht auf Anhieb gepasst." Damit habe man eigentlich nicht gerechnet, zumal man im Vorjahr ausgerechnet beim Großbritannien-Grand-Prix einen Schritt nach vorne gemacht hat.

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