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McLaren nicht in Q3

Fernando Alonso lobt "bestes Qualifying" 2018

07.07.2018 19:06
Fernando Alonso ist mit P13 zufrieden und hofft am Sonntag auf Punkte
Fernando Alonso ist mit P13 zufrieden und hofft am Sonntag auf Punkte

2,247 Sekunden fehlen Fernando Alonso am Ende des Qualifyings zum Grand Prix in Silverstone. Dennoch spricht der Spanier - wieder einmal - vom "besten Qualifying des Jahres".

Er ist mit seinem 13. Startplatz zufrieden, obwohl er den Einzug in das Q3 nicht geschafft hat. "Ich war über dem Limit", lässt er nach der Zeitenjagd wissen. Mit einer 1:28.139 Minuten war der Doppelweltmeister noch deutlich schneller als sein jüngerer Teamkollege. Stoffel Vandoorne klagt über ein unfahrbares Gefährt und verliert fast eine Sekunde auf seinen Garagennachbar. Er startet am Sonntag nur von Startplatz 17.

>> Der sport.de-Liveticker zum Herzschlag-Qualifying in Silverstone

"Heute bin ich ohne Zweifel das beste Qualifying des Jahres gefahren, generell das beste Wochenende bisher", resümiert ein zufriedener Fernando Alonso. "Wir waren innerhalb unserer Möglichkeiten sehr konkurrenzfähig. Ich bin daher glücklich, hoffentlich können wir morgen Punkte mitnehmen", lautet sein Ziel. Startplatz 13 ist sein bestes Quali-Ergebnis seit Monaco.

"Die Startposition ist mehr oder weniger die gleiche wie immer, diese Strecke ist jedoch sehr lang und man benötigt viel Abtrieb. Wir wussten schon, welche Probleme hier auf uns warten würden, daher konnten wir ein kompliziertes Qualifying gut überstehen und starten nun auf der sauberen Seite."

Seitenhieb auf Haas und Sauber: "Drei Ferraris auf der Strecke"

Generell ist der Champion zufrieden, denn trotz der bescheidenen Pace des McLaren, konnte man zumindest einen Renault-Werkspiloten hinter sich lassen. Carlos Sainz konnte sich nur auf Position 16 einreihen, auf den zweiten Renault von Nico Hülkenberg fehlen Alonso außerdem nur 0,238 Sekunden. "Wir kennen aber unsere Einschränkungen - die gleichen wie auch in Österreich und Frankreich. Das Auto ist schließlich das gleiche."

Er hofft auf einen Performance-Schritt durch Updates in Deutschland und Ungarn. Nachsatz: "Wir wissen, wir brauchen noch ein paar Zehntel, um mit den Haas und sogar den Sauber mitzuhalten - die fahren jetzt auf Haas-Niveau. Jetzt gibt es drei Ferraris auf der Strecke", lacht er. Immerhin schafften es Kevin Magnussen, Romain Grosjean und Charles Leclerc in das Q3.

Später stellt er klar, was er mit seinem Ferrari-Seitenhieb konkret gemeint hat: "Es ist spürbar, dass Haas und Sauber vor der restlichen Mittelfeld-Gruppe fahren. Sie profitieren definitiv von Ferrari. Das ist gut für Formel 1 und sie selbst. Mit kleinen Budgets und Ressourcen können sie dennoch konkurrenzfähig sein. Das ist auch eine Motivation für McLaren, um weiterhin hart zu arbeiten", stellt er klar. "Heutzutage kann jeder schon in Q1 ausscheiden, heute ist das einem Renault passiert."

Vandoorne frustriert: "Das Auto war unfahrbar!"

Die Strategie für Sonntag ist bei McLaren noch nicht festgelegt. Sowohl ein als auch zwei Stopps seien laut dem Spanier denkbar. "Das hängt von der Hitze und dem Verschleiß morgen ab, aber Punkte sind immer möglich. Es passiert schließlich immer etwas. Wir haben in Österreich gesehen, dass man auch nach einem Boxengassen-Start noch Punkte holen kann. Von Platz 13 sollte es also einfacher werden."

Etwas schwieriger wird das Unterfangen für Teamkollege Stoffel Vandoorne. Der Belgier erlebte einen schwarzen Tag. 3,2 Sekunden fehlen ihm am Ende auf die Pole-Zeit von Lewis Hamilton. Schon in Q1 war für ihn Endstation. "Seit heute Vormittag hat sich etwas grundsätzlich falsch angefühlt im Auto. Wir konnten nicht wirklich eruieren, wo das Problem lag vor dem Qualifying. Auch im Qualifying war das Gefühl schrecklich, wirklich schlecht", gibt er zu Protokoll.

McLaren-Geschäftsführer Zak Brown muss ebenso enttäuscht feststellen: "Wir wollen die Fahrer natürlich immer Seite an Seite in der Startaufstellung sehen - bevorzugt noch weiter vorne. Stoffel hatte bereits das gesamte Wochenende über Probleme mit der Handhabe des Autos. Sie haben ein paar Bereiche identifiziert, aber ich kenne noch keine Details", muss er leider zugeben.

Auch Vandoorne bleibt in seinen Antworten vage: "Ich fühlte mich unwohl und hatte einfach keine Pace. Es war unmöglich, damit zu fahren. Es ist schade, das Qualifying so zu beenden. Wir müssen herausfinden, wo das Problem lag. Im dritten Training konnte ich das Auto kaum fahren, das Problem tauchte dann im Qualifying wieder auf. Ich hatte wirklich große Probleme mit dem Grip", klagt der 26-Jährige. Der MCL33 habe sich einfach "fundamental falsch" angefühlt. "Das Auto war unfahrbar." Daraus erklärt sich für Vandoorne auch der große Rückstand zu Alonso. "Mir ist der Rückstand ziemlich egal, weil es durch die Schwierigkeiten mit dem Auto erklärt werden kann."

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