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Ronaldo-Berater dementiert Wechsel zu Juve nicht

06.07.2018 08:12
Cristiano Ronaldo steht vor einem Wechsel zu Juventus Turin
Cristiano Ronaldo steht vor einem Wechsel zu Juventus Turin

Einer der spektakulärsten Transfers der letzten Jahre nimmt Formen an. Nachdem zu Beginn der Woche erste Gerüchte laut wurden, nach denen Cristiano Ronaldo Real Madrid in Richtung Juventus Turin verlassen könnte, kommen nun immer mehr Details an Licht. Offenbar steht der Transfer bereits kurz vor dem Abschluss.

Die Gazetten in Italien und Spanien überschlagen sich, selbst die Juve-Aktie ist nach den Gerüchten um einen möglichen Wechsel von Cristiano Ronaldo um mehrere Prozentpunkte gestiegen: Der Wechsel von Superstar CR7 zu Juventus Turin ist offenbar nur noch eine Frage der Zeit. Für einen dreistelligen Millionenbetrag soll sich die Alte Dame aus der Serie A den Zuschlag gesichert haben.

Aus den losen Gerüchten von Beginn der Woche ist längst mehr geworden. Der Berater von Weltfußballer Cristiano Ronaldo hat einen Wechsel des Portugiesen noch nicht bestätigt, den Gerüchten aber weitere Nahrung gegeben.

Der Zeitung "Record" sagte Ronaldo-Agent Jorge Mendes: Sollte der 33-Jährige wechseln, sei das nur eine neue Etappe und eine neue Herausforderung in dessen brillanter Karriere. Mendes fügte hinzu, im Fall des Abschieds werde Ronaldo dem Klub, dessen Präsidenten, den Direktoren, dem gesamten medizinischen Stab, allen Mitarbeitern und den Real-Fans auf der gesamten Welt ewig dankbar sein.

Ronaldo hat "Ja-Wort gegeben"

Laut der spanischen Sportzeitung "Marca" ist der Wechsel des fünfmaligen Weltfußballers zu Juventus Turin bereits in trockenen Tüchern. "Er hat beschlossen, den weißen Klub zu verlassen", schrieb das Hausblatt von Real Madrid: Ronaldo habe mit Juve-Präsident Andrea Agnelli 28-mal telefoniert und ihm "bereits das Ja-Wort gegeben". Nur die Unterschrift fehle noch.

Reals Generaldirektor José Ángel Sánchez und Mendes hätten den Weggang in Madrid fest vereinbart, schrieb die Madrider Sportzeitung weiter. Mendes habe zugesagt, ein konkretes Angebot eines Vereins in Höhe von mindestens 100 Millionen Euro vorzulegen. Laut spanischen und italienischen Medien ist der italienische Meister Juventus Turin bereit, diese Summe für Ronaldo zu zahlen.

Im Zuge des Deals soll unter anderem Gonzalo Higuain, argentinischer Stürmer des italienischen Rekordmeisters, für 50 Millionen Euro zum FC Chelsea wechseln.

Versteckter Hinweis?

Zuvor hatte Ex-Juve-Manager Luciano Moggi im italienischen Fernsehen erklärt: "Ich habe mit wichtigen Menschen gesprochen und Cristiano Ronaldo war schon beim Medizincheck für Juventus in München. Er hat bereits einen Vertrag beim italienischen Meister unterschrieben."

Einen weiteren Hinweis könnte Real Madrid selbst geliefert haben. Die Königlichen veröffentlichten am Donnerstag Bilder von einigen Spielern im neuen Auswärtstrikot. Auffällig: CR7 ist nicht dabei!

Dass Ronaldo nur aus zeitlichen Gründen beim Fotoshooting gefehlt hat, ist unwahrscheinlich. Schließlich sind auch Marcelo, der noch mit Brasilien bei der WM ist, oder Toni Kroos, der im Urlaub verweilt, abgebildet. Außerdem würde es sich der Superstar wohl nicht nehmen lassen, Teil der Kampagne zu sein. Genauso wenig wie Real auf den Marketing-Effekt des Goalgetters verzichten würde.

Juve-Coach Allegri unterbricht seinen Urlaub

Juves Coach Massimiliano Allegri unterbrach seinen Urlaub, um an einem Treffen mit Klubchef Andrea Agnelli und dem Management am Donnerstagvormittag in Turin teilzunehmen. Schwerpunkt des Treffens sei der bevorstehende Ronaldo-Transfer.

Mehr noch: Der Superstar selbst soll für sich und seine Familie sogar schon ein Haus in Turin gesucht haben.

"Wenn ich 100 Millionen wert bin, wollen sie mich nicht"

Die "Marca" hat unterdessen mehr über die Hintergründe des möglichen CR7-Abschieds erfahren und behauptet, dass der Superstar die angemessene Wertschätzung vermisste. Eigentlich wollte er seine Karriere bei den Königlichen beenden. Nachdem er aber erfahren hatte, dass Real seine Ablösesumme unter bestimmten Umständen auf lediglich 100 Millionen Euro taxiert, soll Ronaldo gesagt haben: "Wenn ich 100 Millionen wert bin, wollen sie mich nicht."

Er habe diese Summe laut "Marca" als "Beleidigung" empfunden - auch im Hinblick auf die 222 Millionen, die Paris Saint-Germain im Sommer 2017 für Neymar nach Barcelona überwies.

Abschiedsworte nach dem Champions-League-Finale

Bereit nach dem Champions-League-Finale 2018 in Kiev hatte Ronaldo aufhorchen lassen, als er sagte: "Es war sehr schön, bei Real zu sein." Er ergänzte auf Nachfrage, ob er in Madrid bleiben werde: "Ich kann es nicht versichern."

Kurz danach ruderte er jedoch zurück und erklärte: "Ich bin stolz, beim besten Klub der Welt zu spielen. Ich bin sehr zufrieden. Mit diesen Spielern ist es unmöglich, nicht zu gewinnen. Bis zum nächsten Jahr." 

Ronaldo spielt seit 2009 bei Real Madrid, er ist mit 451 Toren der Rekordtorschütze des Klubs. Viermal hat er mit dem spanischen Rekordmeister die Champions League gewonnen (zuvor einmal mit Manchester United), sein Jahresgehalt soll 21 Millionen Euro betragen. Dennoch ist er unzufrieden: weil sie ihn im Bernabeau immer gleich auspfeifen, wenn etwas nicht klappt; weil er sich außerdem von den Steuerbehörden zu Unrecht verfolgt fühlt.

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