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Pressestimmen: "Spanien spielt Russisch Roulette"

26.06.2018 11:00
Die Spanier wankten, gingen aber nicht k.o.
© getty, Francois Nel
Die Spanier wankten, gingen aber nicht k.o.

Spanien feiert den Videobeweis, doch der zittrige Einzug ins WM-Achtelfinale lässt "viele Zweifel" aufkommen. Cristiano Ronaldos Portugal "lebt von der Qual", und der Iran schöpft Hoffnung - trotz des tränenreichen Vorrunden-Aus. Die internationale Presseschau lässt die dramatischen Minuten der ersten Gruppenfinals am Montagabend wieder aufleben.

Derweil wächst in Uruguay das Vertrauen in den "Partyschreck auf Weltniveau", beim zweimaligen Weltmeister "wird ein Team sichtbar". Pünktlich zu den entscheidenden Spielen der K.o.-Runde. 

Uruguay – Russland (3:0)

URUGUAY

El Pais: Uruguay, ein Partyschreck auf Weltniveau."

El Observador: "Jetzt aber, Uruguay. Ein Team wird sichtbar, genau in dem Moment, wo die Spiele kommen, die wehtun. Die Wechsel von Tabárez zeigten Wirkung und die Celeste dominierte die Taktik-Schlacht."

Republica: "Uruguay mit Schützenfest gegen Russland und Platz eins in der Gruppe. Im zweiten Durchgang erbarmte sich das Team, nahm den Fuß vom Gaspedal."


Spanien – Marokko (2:2)

SPANIEN

Marca: "Ab ins Achtelfinale Dank des Videobeweises! Das Spiel lässt viele Zweifel aufkommen. Hierro, Du musst anfangen, Entscheidungen zu treffen. Wenn man nahe am Desaster war und sich durch ein Wunder rettet, müssen Dinge geändert werden."

AS: "Gesegnet durch den Videobeweis. Spanien spielt Russisch Roulette und kam weiter. Spanien ist eine Karikatur dessen, was wir im März gesehen haben. Das Spiel ohne Ball wirkt gefährlich und ungeordnet. Der Iran wurde zum Zünglein an der Waage. Spanien muss sich dramatisch steigern, wenn es noch was reißen will."

Sport: "Der Videobeweis führt Spanien als Tabellenführer ins Achtelfinale. Was für ein Herzinfarktsfinale. Wieder ein besorgniserregendes Spiel von La Roja. Spanien hat zum wiederholten Male mit dem Feuer gespielt, es ging gerade noch gut. Ein unglaublicher erster Platz, das hätte kaum jemand so gedacht."

El Mundo Deportivo: "Spanien leidet, um ins Achtelfinale zu kommen. Der Videobeweis macht ein immer schlechteres Spanien zum Tabellenersten. Ein fürchterliches und peinliches Spiel der Seleccion. Nach der Halbzeit bot Spanien seine bisher schlechteste WM-Leistung."


Iran – Portugal (1:1)

PORTUGAL

Publico: "Portugal bleibt weiter in Russland, aber geht auf die schlechte Seite der WM. Es drohen Frankreich, Brasilien und Deutschland im weiteren Turnierverlauf."

Diario de Noticias: "Portugal rückt nicht davon ab, Meister des Leidens zu sein. Cristianos verschossener Elfer, die Interferenz des Videoschiedsrichters, der Todesschreck in der Nachspielzeit. Portugal lebt nicht von der Verzauberung, sondern von der Qual."

Correio de Manha: "Mit dramatischem Ende ins Achtelfinale. Die Nationalelf spielt weiter schlecht. Der Fußball erinnert an Frankreich vor zwei Jahren."

Jornal de Noticias: "Verrücktes Ende. Die Götter standen Portugal bei. Auch wenn Cristiano Ronaldo einen Elfmeter verschossen hat, das Glück war auf unserer Seite."

Record: "Weiterzukommen war entscheidend. Aber den Sieg (im Spiel und in der Gruppe) aus den Händen gleiten zu lassen, einen Elfmeter zu verschießen, und im Leiden zu enden, das war unnötig."

IRAN

Tehran Times: "Iran sagt Goodbye. Das Team Melli hat dennoch Geschichte geschrieben und die Erwartungen erfüllt. Die Nation braucht Hoffnung, und der Fußball hat ihr diese gegeben."

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