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"Nie mit mir geredet": Müller kritisiert HSV-Coach Titz

13.06.2018 22:50
Nicolai Müller hat kein leichtes Jahr beim HSV hinter sich
Nicolai Müller hat kein leichtes Jahr beim HSV hinter sich

Für Nicolai Müller beginnt beim Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt ein neues Kapitel. Der Stürmer verlässt den Absteiger Hamburger SV - und hat zum Abschied deutliche Worte für die Verantwortlichen übrig.

Der Angreifer, der aufgrund des auslaufenden Vertrages beim HSV ablösefrei zur Eintracht wechselt, beklagt sich im Nachhinein über die mangelnde Kommunikation in der Hafenstadt. "Bis weit nach der Saison ist kein einziger Verantwortlicher aus dem Klub mehr auf mich zu gekommen", so Müller über die nicht vorhandenen Vertragsgespräche im Interview mit der "Bild".

 "Ich habe mir mit meiner Zukunfts-Entscheidung lange Zeit gelassen, weil ich Hamburg nicht unter Druck setzen wollte. Aber offenbar hat keinem etwas daran gelegen, dass ich bleibe", berichtete der 30-Jährige weiter und beklagte, "plötzlich das Image eines Söldners" zu haben, "der den Klub verlässt, nur weil er absteigt".

Nicolai Müller, der in der Abstiegssaison aufgrund eines Kreuzbandrisses am 1. Spieltag nur auf 26 Spielminuten kam, lässt außerdem kein gutes Haar am Hamburger Trainer, Christian Titz. Auch er sei nicht mehr auf Müller zugekommen: "Titz hat nie ein Wort mit mir geredet, er hat mich kein einziges Mal auf meine Zukunft angesprochen."

Müller stand kurz vor Vertragsverlängerung beim HSV

Dabei stand eine Vertragsverlängerung vor Saisonbeginn noch kurz bevor. Vor dem ersten Bundesliga-Spiel gegen den FC Augsburg lag ein Zweijahresvertrag zur Unterschrift bereit. "Alle Seiten waren zufrieden und ich sollte am kommenden Dienstag nur noch unterschreiben. Dann habe ich mir aber gegen Augsburg das Kreuzband gerissen - und plötzlich war alles doch nicht mehr so klar", so Müller weiter.

Der Aufsichtsrat des HSV habe dann erst einmal Abstand von der Verlängerung genommen. Müller habe diese für sich "erst einmal abgehakt" und den Fokus auf eine Rückkehr auf den Platz gelegt.

Nachdem nach Saisonende keine Signale aus Hamburg folgten, befasste sich Müller schließlich mit einem Wechsel zu Eintracht Frankfurt. "Verein, Stadt, Fans, Europa – es hat einfach alles gepasst. Fredi Bobic rief mich nach der Saison an und danach hatte ich – wie ein kleines Kind – direkt Bauchkribbeln."

Bei den Hessen hat Nicolai Müller einen Vertrag bis 2020 mit Option auf ein weiteres Jahr unterschrieben.

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