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Alba Berlin wehrt Bayerns Matchball im BBL-Finale ab

13.06.2018 22:08
Joshiko Saibou von Alba Berlin erzwingt Spiel fünf in den BBL-Finals
Joshiko Saibou von Alba Berlin erzwingt Spiel fünf in den BBL-Finals

Keine Meisterparty für Bayern Münchens Basketballer in Berlin: Der Pokalsieger und Hauptrundenerste vergab am Mittwoch bei der 68:72 (34:29)-Niederlage im hitzigen vierten Playoff-Finalspiel bei Alba Berlin den ersten von zwei Matchbällen und musste in der best-of-five-Serie den 2:2-Ausgleich hinnehmen. Die Titelentscheidung ist auf Samstag vertagt. Im entscheidenden fünften Duell (20:30 Uhr) genießen die Bayern wieder den Heimvorteil.

Hauptrundensieger Bayern München kämpft um den vierten Meistertitel nach 1954, 1955 und 2014 und das erste Basketball-Double der Vereinsgeschichte. Der frühere Serienmeister Alba will in München seine zehnjährige Durststrecke beenden und den neunten Meistertitel gewinnen.

Beste Werfer der Münchner waren Jared Cunningham und Danilo Barthel (jeweils elf Punkte). Alba darf auch dank Niels Giffey weiter von der neunten Meisterschaft träumen. Der Nationalspieler steuerte 20 Punkte bei. "Das Spiel stand 40 Minuten auf des Messers Schneide. Natürlich sind wir enttäuscht, aber wir halten unsere Köpfe oben", sagte Münchens Alex King.

11.722 Zuschauer in der Mercedes-Benz-Arena sahen zu Beginn ein äußert umkämpftes, körperbetontes und hitziges Duell zweier ebenbürtiger Mannschaften. Die Anfangsphase war geprägt von vielen Fouls, unter dem Korb agierten beide Offensivreihen oft zu hektisch und unpräzise. Bezeichnend: Die Bayern trafen im ersten Viertel aus dem Feld nur zwanzig Prozent ihrer Versuche, einzig dank einer guten Freiwurfquote lagen sie knapp in Führung (14:12).

Alba nimmt sich Niederlage zu Herzen

Die von Dejan Radonjic trainierten Münchner taten sich wie in der zweiten Halbzeit des dritten Duells am vergangenen Sonntag schwer. Berlin agierte in der Defensive weitgehend stabil, konnte sich seinerseits aber nicht absetzen. Als wichtige Stütze der Bayern erwies sich erneut Nationalspieler Danilo Barthel, der in kritischen Phasen mit Distanzwürfen punktete. Bei Berlin überragte Small Forward Niels Giffey, der sein Team in der ersten Halbzeit mit einer perfekten Quote aus dem Feld im Spiel hielt.

"Es liegt jetzt an uns, den Heimvorteil besser zu nutzen, als wir das im zweiten Finalspiel getan haben", hatte Alba-Guard Spencer Butterfield im Vorfeld mit Blick auf die 69:96-Heimniederlage in der Vorwoche gesagt. Butterfield und Co. nahmen sich diese Vorgabe auch nach der Pause zu Herzen.

Nervenschlacht im Schlussviertel

Das Team von Trainer Aito Garcia Reneses ließ sich von Führungen der Gäste nicht aus dem Konzept bringen und überzeugte in dieser Phase mit guter Rebound-Arbeit.

Das Schlussviertel des defensivbetonten Duells geriet dann zur Nervenschlacht. Angepeitscht vom lautstarken Berliner Publikum lief Alba lange einem geringen Rückstand hinterher. 1:28 Minuten vor Schluss glückte die erste Führung (67:66), die Alba auch nicht mehr aus der Hand gab.


Alba Berlin - Bayern München im Stenogramm

Beste Werfer: Giffey (20), Sikma (12), Grigonis (10), Saibou (10) für Berlin - Cunningham (11), Barthel (11), Jovic (10) für München
Zuschauer: 11.722
Playoff-Stand: 2:2 

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