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Tiki-Taka ist zurück: Spanien verbreitet wieder Angst

11.06.2018 22:47
Spanien gilt als einer Top-Favoriten bei der Fußball-WM
Spanien gilt als einer Top-Favoriten bei der Fußball-WM

Tiki-Taka und große Träume: Das Spiel der spanischen Fußball-Nationalmannschaft ist nicht nur effektiv, sondern auch enorm schön anzusehen. Nach der enttäuschenden WM 2014 soll in Russland alles besser werden.

Bei der Lehrstunde in Sachen Tiki-Taka hatten die deutschen Fußball-Weltmeister einen Platz in der ersten Reihe. Links, rechts, direkt, verzögert - aber immer präzise: Dem Tempo der genialen spanischen Passmaschine konnte die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw beim glücklichen 1:1 im WM-Test im März nur selten folgen.

Nach einem rastlosen Fußballabend blieben zwei Erkenntnisse: Der Weg Deutschlands zur erfolgreichen Titelverteidigung bei der WM in Russland wird sehr steinig - und Spanien zählt definitiv bei der Endrunde im Sommer definitiv zu den Favoriten.

Vorbei und vergessen ist die Schmach von 2014, als die stolze "Furia Roja" als Weltmeister schon in der Vorrunde scheiterte. Die Iberer haben sich neu erfunden und sind sich doch treu geblieben. Noch immer dreht sich alles um Tiki-Taka, jenem Kurzpass-System, mit dem das Team von 2008 bis 2012 jedes großes Turnier dominiert und gewonnen hat.

  • Der Star: Andrés Iniesta

An jenen 11. Juli 2010 erinnert sich Andrés Iniesta noch ganz genau. Es läuft die 116. Minute des Endspiels von Johannesburg, Iniesta kommt im Strafraum an den Ball, schließt blitzschnell ab und trifft zum 1:0 gegen die Niederlande - Minuten später ist Spanien erstmals Weltmeister, und Iniesta der Held einer ganzen Nation.

Fast acht Jahre sind seitdem vergangen, der spanische Fußball hat weitere Höhepunkte wie den Europameistertitel 2012 und viele Rückschläge wie das Vorrunden-Aus bei der WM 2014 erlebt. Immer dabei: Andrés Iniesta. Auch bei der WM-Endrunde 2018 wird er wieder einer der Eckpfeiler des Teams sein - und er träumt davon, seine Nationalmannschaftskarriere mit einem weiteren Titel zu beenden.

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Es wäre ein würdiger Abschied für den Mann mit dem feinen Füßchen. Technisch brillant, bescheiden und beliebt. Iniesta hat auch auf Klubebene alles erreicht, mit dem FC Barcelona zahlreiche Titel geholt und eine Ära geprägt. Der 34-Jährige hatte im Oktober einen unbefristeten Vertrag bei den Katalanen unterschrieben, doch jüngst verkündete er unter Tränen seinen Abschied aus Barcelona.

  • Der Trainer: Julen Lopetegui

Es gibt wahrlich leichtere Aufgaben, als in die Fußstapfen des erfolgreichsten Trainers einer stolzen Fußball-Nation zu treten. Doch als Julen Lopetegui im Juli 2016 als Nachfolger des großen Vicente del Bosque als neuer Nationaltrainer Spaniens vorgestellt wurde, da erstarrte der 51-Jährige nicht in Ehrfurcht. Im Gegenteil. Er versprühte Optimismus und Tatendrang und blieb dabei doch demütig.

"Wir werden keine Revolution in Gang setzen, sondern eher eine Weiterentwicklung mit unseren Ideen", sagte Lopetegui. Bei der WM 2010 und der EM 2012 hatte Spanien jeweils abgeräumt - jeweils mit del Bosque an der Seitenlinie. Nun soll es mit dem ehemaligen Porto-Coach Lopetegui nach den enttäuschenden Turnieren 2014 und 2016 wieder aufwärts gehen.

Und Vorgänger del Bosque traut Lopetegui viel zu: "Er ist ein Mann mit viel Erfahrung. Gut ausgebildet, mit großem Enthusiasmus und enormer Lebensfreude bei der Arbeit."

Die bisherigen Ergebnisse geben Lopetegui recht. Spanien qualifizierte sich mühelos für die WM in Russland und ist unter der Leitung des ehemaligen Torhüters noch unbesiegt. Vor allem ein Punkt spricht für Lopetegui: Er trainierte verschiedene spanische Juniorenmannschaften und kennt somit bereits die nächste Tiki-Taka-Generation bestens.

  • Die Prognose:

Das Gerüst des Teams um Kapitän Sergio Ramos, Innenverteidiger Gerard Piqué, WM-Held Andrés Iniesta und Offensivkünstler David Silva steht seit Jahren. Trainer Lopetegui führte aber auch unbekanntere Spieler wie Rodrigo vom FC Valencia oder Iago Aspas von Celta Vigo an das Team heran.

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Die Mischung aus erfahrenen und hungrigen Spielern könnte in Russland das Erfolgsrezept sein. In Gruppe B geht es gleich zum Auftakt gegen den Erzrivalen und Europameister Portugal (15. Juni). Ein wichtiger Gradmesser, auch für folgenden Spiele gegen den Iran (20. Juni) und Marokko (25. Juni).

Die nächste Runde ist Pflicht, der Gruppensieg wird erwartet, der WM-Titel ist mit Sicherheit möglich.

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