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Kerber: "Ich habe alles auf dem Platz gelassen"

06.06.2018 18:42
Angelique Kerber musste sich behandeln lassen
Angelique Kerber musste sich behandeln lassen

Angelique Kerber ging bis an die Schmerzgrenze. Für den Traum vom ersten Halbfinal-Einzug bei den French Open rannte, kämpfte und retournierte die Kielerin bis Blasen an den Füßen schmerzten. Am Ende war sie trotz leidenschaftlicher Defensiv-Arbeit aber erneut machtlos gegen Simona Halep. Durch eine 7:6 (7:2), 3:6, 2:6-Pleite war die rumänische Weltranglistenerste wie schon bei den Australian Open letztlich Kerbers Grand-Slam-Endstation.

"Ich habe sehr gut angefangen, aber Simona hat besser aufgehört", sagte die 30-Jährige: "Ich habe mein Bestes gegeben und alles auf dem Platz gelassen. Wir haben beide auf einem guten Level gespielt. Am Ende war sie die aggressivere Spielerin, das war der Schlüssel." Nachdem am Vortag bereits Alexander Zverev beeinträchtigt von einer Verletzung verloren hatte, ist damit auch die letzte deutsche Hoffnungsträgerin in Paris ausgeschieden.

"Ich bin ein bisschen zu aggressiv gestartet, das hat nicht geklappt", kommentierte Halep direkt nach dem Match: "Gegen Angelique ist es immer hart, weil sie so viele Bälle zurückbringt." Nach anfänglichen Problemen trieb die 26-Jährige Kerber jedoch mehr und mehr über den Platz. Beim Stand von 1:2 im dritten Satz nahm die Deutsche ein medizinische Auszeit, um sich die Blasen an den Füßen verbinden zu lassen. Geholfen hat es am Ende nichts.

Kerber darf derweil trotz des Ausscheidens ein positives Fazit für die French Open ziehen. "Ich denke, dass ich viel mitnehmen kann, dass ich mich auch als Spielerin weiterentwickelt habe", sagte sie. Nach zwei Erstrundenpleiten in Paris in Serie war der Viertelfinal-Einzug ein Erfolg: "Ich habe den Sand auch im Kopf akzeptiert. Ich fühle mich auf dem Weg zurück zu alter Stärke."

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