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Monaco-Schwäche: Mercedes weiß, "was schief lief"

31.05.2018 14:33
Mercedes erklärt, was man bis Kanada analysieren will
Mercedes erklärt, was man bis Kanada analysieren will

Dass Mercedes in Monaco Probleme mit den Hypersoft-Reifen hatte, war schwer zu übersehen. Blöd für die Silberpfeile, dass beim anstehenden Rennen in Kanada schon wieder die weichste aller Mischungen auf dem Zettel steht. Mercedes hat daher in den Tagen seit dem Rennen im Fürstentum intensiv gearbeitet, um die Schwächen mit den Pneus auszumachen.

"Wir haben eine ziemlich gute Vorstellung davon, was schief lief", verspricht der Leitende Renningenieur Andrew Shovlin.

Mercedes will sicherstellen, dass in Kanada nicht die gleichen Probleme auftauchen. Zwar hätten andere Teams ebenfalls Probleme gehabt, doch die Hauptrivalen Ferrari und Red Bull hatten das Thema besser im Griff. Dass man trotzdem Dritter und Fünfter werden konnte hatte mit einem angemessenen Qualifying und der Streckencharakteristik zu tun. "Aber wenn du in Montreal Pace verlierst und die Reifen stark abbauen, dann werden dich die anderen sehr einfach überholen", so Shovlin.

Zudem versucht man bei Mercedes zu verstehen, warum auch die generelle Pace abseits der Reifenproblematik nicht vielversprechend war. Allerdings wusste man vorher, dass Red Bull in Monte Carlo stark sein würde und Mercedes auf dem Stadtkurs schon lange keine gute Figur mehr abgegeben hatte.

Suche nach "kleinen Unterschieden" läuft

"Es wird eine Kombination aus vielen Dingen sein", sagt Shovlin. "Im Qualifying haben wir die Reifen gut zum Arbeiten zu bekommen, aber es fehlten einfach Grip und Abtrieb, und man musste die Reifen im letzten Sektor kühl halten. Wir waren zwar im ersten Sektor gut, doch es ist ziemlich schwierig, die ganze Runde gut hinzubekommen. Wir suchen daher wohl nur nach kleinen Unterschieden."

Das Thema Graining im Rennen ist jedoch eine andere Hausnummer. "Das wird nicht nur an der Performance des Autos liegen", so der Ingenieur, der ankündigt, dass man das Problem bis Montreal noch intensiv untersuchen werde. "Wir müssen darauf schauen, was wir mit dem Auto machen, wie wir es benutzen und wie es eingestellt ist."

Zudem gibt Shovlin zu, dass man in Sachen Rennstrategie rückblickend eines in Monaco anderes gemacht hätte: Man hätte Lewis Hamilton im zweiten Stint nicht auf Ultrasoft sondern auf Supersoft geschickt - wie Teamkollege Valtteri Bottas."Wir hatten den Reifen am Donnerstag bei Lewis ausprobiert, und er konnte nur schwierig Grip aufbauen. Außerdem haben wir erwartet, dass die Führenden auf den Ultrasoft gehen, von daher war es sinnvoll, Lewis auf dem gleichen Reifen zu haben", verteidigt Shovlin die Entscheidung.

Hamilton klagte jedoch schon früh über nachlassende Reifen und wäre am liebsten noch einmal an die Box gekommen, wenn sich das Team nicht dagegen ausgesprochen hätte. Bottas kam hingegen mit Supersoft ohne Probleme über die Distanz. Ob der Supersoft bei Hamilton für einen anderen Rennausgang gesorgt hätte, darf angesichts der typischen Monaco-Problematik jedoch bezweifelt werden.

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