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Formel-1-Boss Brawn: Monaco-Kritik ist "naiv"

30.05.2018 12:09
Der GP von Monaco lebt von Glanz und Glamour
Der GP von Monaco lebt von Glanz und Glamour

Fernando Alonso und Lewis Hamilton fanden das Formel-1-Rennen in Monaco am vergangenen Wochenende langweilig, da es kaum Überholmanöver gegeben hat. Nun hat Formel-1-Chef Ross Brawn auf die Kritik der Piloten reagiert.

Er meint, die Fahrer seien naiv, wenn sie denken, dass es in Monaco viel Action geben könnte. Der Grand Prix auf den Straßen der Küstenstadt sei etwas ganz Besonderes im Kalender der Königsklasse und müsse daher auch gesondert betrachtet werden. Trotzdem wolle sich Brawn die Meinung der Fahrer, Teams und anderen Funktionären in der Formel 1 genau anhören, um das Racing zu verbessern.

"Ich habe viele Fahrer und Formel-1-Mitglieder darüber reden hören, wie langweilig das Rennen war", sagt Brawn. "Es ist wahr, denn es gab nicht viel Action. Die Reifen waren der Schlüsselfaktor. Jedoch ist es ein wenig naiv, zu denken, dass es in Monaco viele Überholmanöver und Duelle geben könnte." Da das Rennen in Monaco eine Sonderstellung einnehmen würde, dürfe man es nicht mit den anderen Läufen vergleichen. "Die Atmosphäre im Fahrerlager, die Stadt und der Glamour machen diese Veranstaltung so einzigartig", erklärt Brawn.

Ziel sei es trotzdem, daran zu arbeiten, die neuen und auch alten Strecken zu verbessern, um mehr Überholmanöver zu kreieren, sagt Brawn. Er fügt hinzu: "Die Meinungen der Fahrer sind willkommen und unsere Türen stehen immer offen." In Monaco müsste sich jedoch grundlegend etwas verändern, um das Rennen in Sachen Action zu verbessern. Prinz Albert hat schon seit längerem den Plan, die Strecken zwischen Portier und dem Tunnel zu erweitern. Dieses Projekt wird aber erst in einigen Jahren fertiggestellt. Es geht um einen Bereich, den sich das Meer wieder zurückholt.

Vom engen Kampf an der Spitze in der Saison 2018 ist Brawn begeistert. Trotzdem würde ihm der Abstand der drei Topteams auf den Rest des Feldes große Sorgen machen. Er sagt: "Die Lücke ist viel zu groß. Selbst in Monaco gab es im Qualifying einen Unterschied von 1,2 Sekunden zwischen Daniel Ricciardo auf der Pole-Position und Esteban Ocon auf Rang sechs." Auf einer so kleinen Strecke sei das ein signifikanter Unterschied.

"Wir müssen an der Spitze noch viel tun", so Brawn. "Wir arbeiten mit dem Automobil-Weltverband (FIA) und den Teams zusammen, eine Wunderlösung gibt es aber nicht." Deshalb müssten sich die Zuschauer im Jahr 2018 erst einmal mit dem engen Kampf an der Spitze zufriedengeben.

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