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Hoeneß über Medaillenwurf von Wagner: "Nicht in Ordnung"

20.05.2018 15:20
Ein frustrierter Sandro Wagner möchte die Medaille nicht am Hals haben
Ein frustrierter Sandro Wagner möchte die Medaille nicht am Hals haben

Dass Spieler und Verantwortliche des FC Bayern München nach der Niederlage im DFB-Pokal-Finale gegen Eintracht Frankfurt nicht Spalier standen und für den Sieger applaudierten, war einer der Aufreger des Abends.

Da ging es beinahe unter, dass ein FCB-Profi, der ohnehin in den letzten Tagen verstärkt die Schlagzeilen der Zeitungen dominierte, seine Medaille frustriert in die Zuschauerränge warf. 

Kaum hatten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, DFB-Boss Reinhard Grindel und Co. den Bayern-Akteuren die Medaillen umgehängt, nahmen viele Spieler das silberne Ehrenzeichen bereits wieder vom Hals. So auch Sandro Wagner, der zuletzt nach seiner Nicht-Nominierung für die WM mit seinem Rücktritt aus der Nationalmannschaft für Aufsehen gesorgt hatte. 

Als sich der FCB-Stürmer schließlich mit seinen Kollegen schnurstracks in Richtung Kabinentrakt verzog, stoppte er kurz vor den Treppen, die in die Innenräume des Berliner Olympiastadions führen, holte aus und warf seine Medaille in die Zuschauerränge. Bilder zeigen den Vorgang. 

Hoeneß bezieht Stellung

Wagner will nach der Final-Ehrung der Münchner einen Zuschauer auf der Tribüne des Berliner Olympiastadions erkannt haben, dem er die Plakette zuwarf. Der Anhänger twitterte Bilder der Medaille mit den Worten: "Wagner wirft seine Medaille ins Publikum, ich habe sie. Für mich ist sie unverkäuflich, ich halte sie in Ehren, was er eben nicht konnte."

Uli Hoeneß kommentierte Wagners Aktion bei der Ankunft des Bayern-Trosses in München kurz und knapp. "Ich habe es nicht gesehen, aber wenn er es getan hat, ist es nicht in Ordnung", sagte der FCB-Präsident. 

Sandro Wagner wirft seine Medaille ins Publikum
Sandro Wagner wirft seine Medaille ins Publikum

Grundsätzlich ist es das gute Recht des ehemaligen Hoffenheimers, moralisch allerdings ein weiterer negativer Höhepunkt im Verhalten des 30-Jährigen, der eigentlich eine Vorbild-Funktion innehaben sollte. Gleichzeitig goss Wagner damit weiteres Öl ins Feuer, das nach dem Spiel unter der Überschrift "Schlechter Verlierer" lichterloh brannte. 

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