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Gasly bleibt nach Grosjean-Crash in Spanien gelassen

16.05.2018 10:58
Pierre Gasly musste das Rennen in Spanien vorzeitig beenden
Pierre Gasly musste das Rennen in Spanien vorzeitig beenden

Toro-Rosso-Pilot Pierre Gasly war nach Nico Hülkenberg das zweite Opfer von Romain Grosjeans umstrittenem Manöver nach dem Start. Er offenbart nun, dass sich sein Landsmann nicht für die Aktion, die ihn aus dem Rennen gerissen hat, entschuldigt hat.

"Er ist nicht zu mir gekommen, aber es gibt auch nicht viel zu sagen", sagt Gasly. "Passiert ist passiert. Ich rechne auch gar nicht damit, dass er zu mir kommt, und ich werde auch nicht zu ihm gehen."

Doch wie hat der Youngster, bei dem durch die Kollision das linke Vorderrad abknickte und der nach dem Ausfall den Tränen nahe war, den Zwischenfall erlebt? "Ich konnte nicht viel sehen", verweist er auf den Reifenqualm durch Grosjeans Versuch, den Haas im Feld um die eigene Achse zu drehen.

"Ich sah, dass er in Kurve 3 ausrutschte und da war Raum auf der Innenspur, also habe ich versucht, die Kurve so eng wie möglich zu nehmen", erklärt der Toro-Rosso-Pilot seinen Plan. "Dann ist er aber plötzlich zurück auf die innere Linie gekommen und hat Nico und mich mitgenommen."

Während Hülkenberg nach dem Crash heftige Kritik an Grosjean äußerte, hält sich Gasly zurück: "Ich weiß nicht, ob er etwas anders hätte machen können. Es sieht so aus, als wäre er auf dem Gas geblieben. Er hätte vielleicht bremsen können, und dann wäre es vielleicht anders ausgegangen."

"Ich war vor allem enttäuscht"

Gasly weiß genau: Der Zwischenfall hätte böse ausgehen können. "Durch den Rauch sah ich nicht viel, aber kurz vor dem Aufprall merkte ich, dass er sich gar nicht mehr bewegt. Und dann konnte ich nicht mehr ausweichen. Ich habe also das Lenkrad losgelassen, und der Aufprall war ziemlich heftig", schildert der Franzose die bangen Momente.

Doch Gasly hatte Glück im Unglück: "Bei mir war nach dem Crash alles in Ordnung, ich war vor allem enttäuscht, weil ich das ganze Wochenende für diesen einen Tag gearbeitet hatte. Das war wirklich schade." Der Toro-Rosso-Pilot hatte sich von Startplatz zwölf hervorragende Chancen auf WM-Punkte ausgerechnet, denn der STR13 fühlte sich laut Gasly sogar besser an als in Bahrain, als er toller Vierter wurde.

"In der Runde zur Startaufstellung hat sich das Auto erstmals seit dem Saisonstart wieder richtig gut angefühlt", bestätigt er. "Ich habe also zu meinem Ingenieur gesagt: 'Rühr bitte nichts an, ich bin wirklich zufrieden mit der Balance.' Es war besser als in Bahrain, und ich hatte so viel Grip. Man weiß nie, wie es ausgegangen wäre, aber ich war sehr guter Dinge."

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