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Pirelli wehrt sich: Ferrari nicht benachteiligt

14.05.2018 13:41
Die Pirelli-Reifen bereiteten Fahrern und Ingenieuren bei Ferrari Sorgen
© getty, Mark Thompson
Die Pirelli-Reifen bereiteten Fahrern und Ingenieuren bei Ferrari Sorgen

Formel-1-Reifenzulieferer Pirelli hat seine Entscheidung, modifizierte Reifen zum Spanien-Grand-Prix nach Barcelona zu liefern, verteidigt. Im Gespräch mit "Motorsport-Total.com" sagt Manager Mario Isola, dass es ohne die um 0,4 Millimeter dünnere Lauffläche zu massiver Bläschenbildung auf den Pneus gekommen wäre.

"Dann wäre es eine Lotterie und kein Rennen mehr gewesen." Dass Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen haben anklingen lassen, dass Ferrari durch die Maßnahme gegenüber anderen Teams benachteiligt worden wäre, wundert Isola. Schließlich hätte er sich vor der Entscheidung mit der Scuderia kurzgeschlossen. "Ich habe persönlich mit allen Teams Kontakt aufgenommen und sie nach ihrer Meinung gefragt", sagt Isola über den Nachgang der Tests.

Denn bereits im Februar war aufgefallen, dass durch den neuen Asphalt die Reifen stärker belastet werden als zuvor, was zu der Bläschenbildung führte - davon war auch die Scuderia betroffen. Gewissheit über einen Zusammenhang zwischen dem Belag und den Problemen gab es beim Auftaktrennen in Melbourne, als das Thema auf einer anderen Bahn trotz neuer Autos keine Rolle spielte.

Ob Ferrari unter den Teams war, die die auch für Le Castellet und Silverstone geplante Spezialmischung nicht wollten, verschweigt Isola. Kritische Stimmen dazu hat es zwar definitiv gegeben. Dass sie aus dem roten Lager kamen, ist aufgrund der Vorfälle bei den Tests aber unwahrscheinlich.

Isola wehrt sich gegen Vorwürfe

Gegen die Vermutung, man hätte das zuletzt starke Ferrari-Team einbremsen wollen, wehrt sich Isola entscheiden: "Das würden wir niemals tun. Wir arbeiten mit allen großen Autoherstellern, nicht nur mit denen in der Formel 1. Warum sollten wir also einem von ihnen einen Vorteil verschaffen?"

Isola betont, die Reifen erneut zu modifizieren, sollte in Zukunft ein ähnliches Problem virulent werden. "Als Einheitszulieferer müssen wir jedem das gleiche Produkt bieten. Es muss sicher sein und den Anforderungen der Strecke genügen", verteidigt er sich. "Eine kleine Veränderung der Dicke der Lauffläche doch nicht dafür gesorgt, dass sich das Leistungsgefüge der Autos ändert."

Auch die Behauptung, dass durch die dünnere Gummischicht die Mischung praktisch härter geworden sei, hält Isola für Unfug, weil sich an der Materialzusammensetzung und der Konstruktionsweise nichts geändert hat. Vettel aber hatte zuvor behauptet, dass man für diese Schlussfolgerung "kein Genie sein".

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