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FC Bayern in Not: "Es ging einfach bergab"

13.05.2018 11:49
Nihad Djedovic und dem FC Bayern droht das überraschende frühe Playoff-Aus gegen Frankfurt
Nihad Djedovic und dem FC Bayern droht das überraschende frühe Playoff-Aus gegen Frankfurt

Nicht weniger als den Titel hat der FC Bayern München im Sinn, doch dem besten Team der Hauptrunde droht in der Basketball Bundesliga das ganz schnelle Aus.

"Es ging einfach bergab, und wir konnten uns nicht mehr fangen", sagte Shooting Guard Nihad Djedovic nach dem 83:86 (39:25) im dritten Viertelfinale gegen die Frankfurt Skyliners. Der Favorit liegt in der best-of-five-Serie 1:2 hinten, schon nach dem nächsten Spiel kann alles vorbei sein.

Während die Bayern in einer bislang erfolgreichen Saison die große Enttäuschung fürchten müssen, hat der Meister nach schwierigen Monaten in die Spur gefunden. Durch ein 75:70 (38:36) schaltete Brose Bamberg die Telekom Baskets Bonn mit 3:0 aus, der Titelverteidiger kann nun warten, ob es in den Playoffs gegen München oder Frankfurt weitergeht.

München ist zum Siegen verdammt

Derzeit spricht viel für die Skyliners. Der Tabellenachte der Hauptrunde hat am Dienstag (19:00 Uhr) in eigener Halle die Chance, alles klar zu machen. München ist zum Siegen verdammt. "Es gibt keine Alternative", sagte Djedovic.

Dafür müssen unbedingt 40 gute Minuten her. Einen Einbruch wie am Samstagabend können sich die Bayern nicht noch einmal leisten. "Wir haben heute in der ersten Halbzeit die beste Defensive gezeigt, seitdem ich hier Trainer bin. Wir haben allerdings in der zweiten Halbzeit auch die schlechteste Leistung abgeliefert", sagte Dejan Radonjic.

Rödl: "Unglaubliche Leistung der Frankfurter"

er Montenegriner hatte den Serben Sasa Djordjevic Anfang April, wenige Wochen nach dem Pokalsieg, abgelöst und mit den Bayern bis zum Ende der Hauptrunde kein Spiel verloren. Jetzt zeigt die Formkurve nach unten und Frankfurt, das es erst auf den letzten Drücker in die Meisterrunde geschafft hatte, nutzt die Schwäche aus.

Dass Chefcoach Gordon Herbert nach seiner Schiedsrichterschelte und zwei technischen Fouls in der zweiten Hälfte nicht mehr an die Seitenlinie durfte, war egal. "Eine unglaubliche Leistung der Frankfurter", sagte Bundestrainer Henrik Rödl: "Sie haben als Mannschaft fokussiert gespielt, und die Bayern haben sich beeindrucken lassen." Tai Webster glänzte bei den Gästen mit 20 Punkten, für den FC Bayern kam Jared Cunningham auf die gleiche Ausbeute.

Bamberg ruft Leistung ab, wenn es drauf ankommt

Die Bamberger um Topscorer Dorell Wright (17 Punkte) sind wie so oft in der Vergangenheit im richtigen Moment da. Der Serienmeister hat wieder Hoffnung auf seinen vierten Titel in Folge, dabei war vor nicht allzu langer Zeit die Playoff-Qualifikation in Gefahr.

"Ich bin stolz über das Level der Intensität, das wir an den Tag gelegt haben", sagte Trainer Luca Banchi: "Ich bedanke mich bei meinen Spielern für ihren Einsatz und ihre Einstellung, denn nach einer 2:0-Führung läuft man häufig in Gefahr, soft in die Partie zu gehen."

Alba Berlin (96:79 gegen die EWE Baskets Oldenburg) und die MHP Riesen Ludwigsburg (79:74 bei medi Bayreuth) haben den Halbfinaleinzug vor Augen. Berlin führt 2:1, die Riesen mit 2:0. Die Sieger der Serien treffen aufeinander.

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